Museum Altes Land in Jork an der Unterelbe bei Hamburg

  • Ersteller Ersteller {Fred}
  • Erstellt am Erstellt am
F

{Fred}

Guest
Liebe Besucher und Mitglieder!

Schon seit vielen Jahren wohne ich im ALTEN LAND an der Elbe und vielleicht macht ja der eine oder andere von euch in dieser schönen Gegend mal Urlaub oder zumindest einen kleinen Abstecher, wenn ihr sowieso in der Nähe seid. Dann solltet ihr möglichst auch dem hier von mir vorgestellten Heimatmuseum einen Besuch abstatten. Ich weiß, wovon ich rede. War ich doch lange Zeit Mitarbeiter dieses Hauses.

Viele Grüße

Fred Lang

Weitere Informationen über das ALTE LAND >>>

----------------------------------------------------------------------

Museum Altes Land in Jork an der Unterelbe
Hinweis! Dies ist keine offizielle Seite des Museums Altes Land.


 

Die Entwicklung des Alten Landes und das Leben seiner Bewohner sind geprägt durch die ständige Auseinandersetzung mit dem Wasser. Dabei entstanden Techniken der Alltagsbewältigung, die das Museum didaktisch und methodisch sorgfältig aufbereitet in einer Ausstellungsfläche von 320 Quadratmetern und in sechs Abteilungen vorstellt. Es wurde im Jahre 1990 eröffnet.
Die geomorphologische Entwicklung des Unterelberaumes wird in Grundzügen auf mehrfarbigen Wandtafeln verdeutlicht. Die Gezeiten sowie die verheerende Wirkung der Sturmfluten sind durch Großfotos und ein plastisches Flutmodell dokumentiert.
Mit der Besiedlung der Marsch begann das Ringen gegen das Wasser. Kein Deich - kein Land - kein Leben, dieser Satz beschreibt die Lage der Altländer besonders treffend.Das Museum zeigt die Entwicklung des Deichsbaus und die Techniken der Entwässerung anhand von Originalgeräten, Großfotos und Texttafeln. 

Copyright by www.fred-lang.deDas Wasser war aber nicht nur ständige Bedrohung, es diente von jeher auch als Verkehrsweg.Das weitgehend sumpfige Land ließ erst ab Ende des 19. Jahrhunderts den Straßenbau gelingen. Gräben, Wettern, Flehte und Flüsse erlebten deswegen einen lebhaften Schiffsverkehr mit aus den besonderen Bedürfnissen entwickelten Fahrzeugen wie Kähnen, Jollen, Ewern und Kümos. Die Geschichte der Schifffahrt, der Häfen, der Fähren und der Werften ist dargestellt durch Modelle, Dokumente, Fotos und Originalteile.
Der Landverkehr wird veranschaulicht u.a. durch einen Ackerwagen von 1860, ein Karriol von 1720 und einen Schlitten von 1751.
Die Bodenverhältnisse, die Eigenart der Landaufteilung, das Klima sowie die Alltagsbedürfnisse und Traditionen der Siedler haben einen Haustyp mit unverwechselbarer Konstruktion und Ausschmückung entstehen lassen. Das Museum zeigt neben dem prunkvollen Originalgebäude mit vielen wertvollen Möbeln und Trachten einGroßmodell im Maßstab 1:10, an dem das Zusammenwirken der Handwerker veranschaulicht wird.
Die aufkommende Mechanisierungam Ende des 19. Jahrhunderts hat auch das Alte Land erfasst. Davon geben zahlreiche Maschinen Zeugnis, die Jorker Feuerwehr, die Omnibuslinien, die Dampffähren nach Hamburg und das Jorker Elektrizitätswerk.
Der Obstbau wird seit etwa 1550 urkundlich nachgewiesen. Er verdrängte Ackerbau und Viehzucht im zwanzigsten Jahrhundert und ist heute neben dem Tourismus der bedeutsamste Wirtschaftszweig des Alten Landes. Ein alter Pflug, Erntegeräte, Milchverarbeitungsmaschinen und ein Pferdemodell erinnern an vergangene Zeiten. Diverse Geräte aus der Obstbaumschule sowie Originalobjekte wie Spritzen, Schlepper, Sortiermaschine u.a. veranschaulichen die Fortschritte in der Züchtung, der Baumpflegeund der Sortierung.
Der ehemalige Heuboden im Obergeschoss wird für Ausstellungen, Vorträge, Tagungen und Konzerte ("Klassik auf dem Lande") genutzt.

Quellen: D.-Th. Bohlmann und Gemeinde Jork.

Öffnungszeiten:
April bis Oktober täglich, außer Montag, von 11.00 bis 17.00 Uhr.
November bis März nur Mittwoch, Samstag und Sonntag von 13.00 bis 16.00 Uhr.

Ehrenamtlicher Leiter:Dieter-Theodor Bohlmann, Stade.
Träger: Gemeinde Jork.

Anschrift:
Museum Altes Land
Westerjork 49
21635 Jork
Telefon / Fax: 04162/ 5715
 
Zurück
Oben