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-tobi18-
Guest
Hallo liebes Forum,
Ich schreibe hier meinen ersten Beitrag und hoffe von Rechtschreib- und Ausdrucksfehler abzusehen.
Eben etwas zu meiner Person, ich heiße Tobias, bin 18 Jahre alt und wohne in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens.
Ich durfte in meinen hoffentlich letzten Sommerferien (möchte nun das Abitur machen) mit meiner Familie eine Rundreise via Mietwagen durch Kanada volle 13 Tage genießen
Aber lest doch selbst, ich habe recht viel geschrieben und das Ganze in zwei Teile verpackt, somit geht der erste Teil bis zu Tag 9, der zweite Teil schließlich bis zur Ankunft in Düsseldorf.
Viel Spaß, Bilder werde ich versuchen mit einzubinden
PS: Ich habe diese Texte auf meinem Blog veröffentlicht, daher bitte nicht über manch‘ Formulierungen wundern.
Wer möchte, darf mal vorbeischauen
[ http://tobiasmayatepek.blogspot.com ]
Es ist 5 Uhr morgens, das Licht scheint durch die Jalousien, kalte Morgenluft haucht in das Zimmer.
Ich bin hellwach. Es geht heute los. 6000 Kilometer werden wir hinter uns legen. An einem Tag. Heute. In wenigen Stunden werden wir Düsseldorf, Paris, vielleicht London, den ganzen Atlantischen Ozean und Grönland hinter uns lassen.
Wir, meine beiden jüngeren Geschwister und meine Eltern.
Wir hatten viel vor, mit einem Mietwagen, dessen Aussehen unbekannt war, an vielen Orten in kurzer Zeit zu sein. Wir wollten entdecken, bestaunen, fühlen und schmecken. Das Land, die Ortschaften, die Naturschauspiele, Gewässer, weite Strecken von Nichts, Kanada eben.
Vor einem geschätzten Jahr wären wir beinahe durch den Wechsel der Arbeitsstelle meines Vaters weggezogen. Weggezogen nach Kanada. Es ist besser hiergeblieben zu sein, erster Gedanke - wie auch heute.
Es ist bereits früher Mittag und wir sitzen in der Flughafen-Lobby, Gepäck aufgegeben, mit der Fototasche als Handgepäck, die später noch Rolle spielen wird, wartend auf den Einlass in das Flugzeug der Fluggesellschaft Air-France, die uns vorerst nach Paris bringt und eine Stunde später von dort aus auf direktem Wege in die Großstadt Toronto fliegen wird.
Zeitsprung: Gefühlte 20 Stunden später in Toronto angekommen, aber es ist noch hell! Was ist los ? - Zeitverschiebung, 6 Stunden. Eigentlich kaum Zeit verloren. Mist!
Essen im Flugzeug war genießbar, Platz zum nächsten Sitz wie immer zu wenig und nach der Landung standen wie immer die Leute direkt auf, als würde die Türen aufspringen und alle könnten innerhalb weniger Sekunden den Flieger verlassen.
Angekommen also. Mit Gepäck auf dem Weg zur Mietwagenfirma, wo wir unser Auto nun endlich sehen sollten. Wir liefen vorbei an großen, breiten Wagen und oft dunkelgetönten Scheiben. Einer schöner als der andere. Ich würde einfach mal sagen, wir hatten das krasseste Auto, dass in dem Parkhaus stand. Ein weißer Dodge Caravan. - Er glänzte und schien völlig neu. Innen war übermäßig viel Platz und man fühlte sich nicht wirklich schlecht in diesem Auto. Koffer verstaut, Wagenschlüssel bekommen ging es nun an das losfahren, dass einige Schwierigkeiten mit sich brachte.
-"Was leuchtet da ?!"
-"Wieso leuchtet das ?"
-"Wie fahre ich los ?"
waren so ziemlich die ersten Reaktionen. Das Auto war - wie ich meine jedes Auto in Kanada ein Automatik - und somit eine Überwindung.
Jedoch nach kurzer Erklärung eines freundlichen Mannes geschafft und auch das Parkhaus ohnen Schaden überstanden. Stimmung zwar leicht angespannt, meine ‘zwei Wochen anhaltende ungewöhnlich gute Laune‘ weckte die müde Truppe jedoch schnell wieder auf
- Ich merke, dass wird ein ziemlich langer Text.. -
Erstes Hotel angefahren, Delta Chelsea, hört sich genauso gut an, wie es war.
Das ganze Geschehen musste ersteinmal über das freiverfügbare W-lan auf Facebook veröffentlicht werden.
Wir blieben in Toronto ganze 3 Nächte und wir sollten nocheinmal zurückkehren, leider nur zum Abflug.
Der erste Abend wurde in einem Sushi-Restaurant um die Ecke verbracht, ebenfalls wurden die ersten Eindrücke gesammelt, da auf Torontos Straßen auch noch nachts verdammt viel los ist. Sowohl auf der Straße als auch auf dem Gehweg.
Uns fiel auf, dass die Ampeln nciht wie in Düsseldorf, meiner Heimatstadt einfach nur Rot-Gelb-Grün war, sondern mit einer Stop-Hand in Gelb für Stehenbleiben und einer weißen Hand für Gehen. 10 Sekunden bevor die Ampel von Gehen auf Stehenbleiben umsprang, leuchtete die Anzeige der Sekunden. Die war darunter befestigt. Das gefiel mir, sodass wenn nur noch 4-5 Sekunden auf der Ampel standen, ging man nicht mehr, wenn jedoch eine 12 oder 15 darauf stand, überquerte man die Straße noch.
Ich hoffe, dass war jetzt verständlich..
Außerdem trafen wir einen Freund meines Vaters, der in der Nähe Torontos wohnt und in der Kinderklinik, - der größten der Welt - arbeitet.
Die Nacht war durchwachsen, Zeitumstellung war jedoch bei mir bereits jetzt abgeschlossen.
Am Tag darauf besuchten wir vormittags eben das Krankenhaus und auch das Labor in dem meines Vaters Freund arbeitete und forschte. Vorher hatten wir im Krankenhaus auf dem Erdgeschoss bei Subway gegessen und bei Starbucks ein Kaltgetränk genossen. Ebenfalls war dort, wie bei jedem Starbucks, W-lan vorhanden und ich konnte die Spielstände der zweiten Bundesliga verfolgen.
Das Spiel meines Vereins ging 0:0 aus, langweilig, hingegen unser zweiter Tag in Toronto ganz und gar nicht.
Wir fuhren innerhalb von 58Sekunden auf die zweite Plattform des CN-Towers. Der höchste Turm der Welt bis vor einigen Jahren. 533 Meter erreichten wir zwar nicht, doch die Glasplattform und die Gitterplattform sind faszinierend, da man über zigfache Kilometer hinwegsehen konnte.
Meine kleine Schwester entdecke sogar das Hotel.
Unten gab es einen Sonnenbrillenstand, sowie einen Selbstgemachte-Limonadestand, die sorgfältig geprüft werden mussten. Heraus kamen 5 Getränke, die absolut gut schmeckten! und 2 Sonnenbrillen. Wir begaben uns über einen kurzen Fußweg zu dem nahegelegenen Ontariosee an dem wir uns gemütlich hinsaßen, ‘Mamma‘s Pizza‘ aßen und uns etwas sonnten, sowie lustige Fotos meines Vaters als Mafia-Boss machten.
Das Wetter war hervorragend, ein guter Tag neigte sich dem Ende zu. Zum Abend hin trennten sich die Geschwister und ich von den zu langsamen Eltern und irrten durch die Stadt. Sie kannten den Weg, wir eigentlich ja auch.. nunja. Nach einigen Schlangenlinien, aber atemberaubenden langen und weiten Straßen, empfingen uns unsere Eltern an einem Restaurant, dass die Wartezeit allemal verdiente.
Man durfte sich dort über offenem Feuer selbst Speisen zubereiten, rohes Fleisch in einigen Varianten sowie Gemüse wurden serviert.
Mit gefiel zusätzlich grundsätzlich in Kanada, dass zu jeder Mahlzeit Wasser gereicht wurde. Es ist jedoch der Fall, dass dort das Wasser in fast jedem Fall still war und somit meiner Meinung nach nicht durstlöschend.
Nun gut, ich war satt und das ist doch die Hauptsache
Der Schlaf war schnell vorbei, da ich auf meiner ersten Mission war. Ich hatte mir vorgenommen noch vor Sonnenaufgang das Hotel zu verlassen und die Straßen mit 4-5 Sekunden zu belichten, um Spuren von Autos zu erzeugen oder auch Menschen leicht verschwinden zu lassen.
Wie ich so bin, stand ich erst auf, als die Sonne schon aufgegangen war. Trotzdem begab ich mich mit Stativ und Kameraausrüstung, dazu zählen der Kamerabody, ein ‘normales‘ 18-55mm Objektiv, ein Weitwinkelobjektiv 10-24mm, ein Tele-Zoom 70-300mm und ein Makroobjektiv 30mm auf den Weg in die Stadt. Draußen angekommen bemerkte ich, dass es schon erheblich warm war und ich nutzte direkt die Chance, bevor es zu hell wurde, einige Aufnahmen zu machen. Gelungen ist mir nicht wirklich eine, ich habe jedoch dazu gelernt. Im Hotel musste ich feststellen, dass mein Stativ an Stabilität verloren hatte, ein Teil fehlte und somit demontierte ich es ersteinmal mit leicher Ärgerniss.
Dank etwas zufällig mitgenommenen Tesafilms konnte ich das zu Bruch gegangene Stativ ‘reparieren‘.
Der Tag war gerettet, beziehungsweise er fing statt schlecht, gut an.
Eaton Center stand an. Riesiger Komplex zum Einkaufen, like Centro in Oberhausen oder der vielleicht 15-fachen Größe der BilkerArcaden in Düsseldorf. Davor gab es zu Werbezwecken freie Getränke, die schmeckten, hauptsächlich aber meinen Durst löschten. Ebenfalls wurden Verschwörungstheorien zu den Anschlägen 9/11 behandelt. Ich selbst bin davon überzeugt! Nunja nichts dazu..
Nach einem zweistündigen Trip durch dieses Center begaben wir uns auf den Weg ins Hotel, da uns der Freund meines Vaters zu sich nach Hause eingeladen hatte, zum grillen, zum chillen, zum Fleisch killen!
Es war wirklich delikatös und ich würde etwas dafür geben, um jeden Tag so fürstlich zu speisen. Auch das Haus hat mir gefallen, zwar klein, jedoch gemütlich und in einer wunderbaren Nachbarschaft gelegen. Waschbären, die dort öfters gesehen werden, konnten wir leider nicht beobachten, jedoch nahm ich dort meine ersten Light-Painting Versuche auf und einige weitere Langzeitbelichtungen.
Auch dieser Tag war viel zu schnell vorbei und wir sollten am nächsten Tag bereits auschecken und zu den größten Wasserfällen, oder eher den berühmtesten Wasserfällen der Welt fahren. Den Niagarafällen.
Eins der großen Highlights, obwohl ich von Kanada generell überzeugt war.
Die Fahrt war eigentlich anschaulich, zu meiner Verwunderung hielten wir in dem Ort kurz vor den Fällen an, Niagara On the Lake. Mich persönlich berührte der Ort zu anfangs kein bisschen, da ich auf der Fahrt bis dort ein Schläfchen getätigt hatte. Ich blieb also im Auto sitzen, zusammen mit meiner Schwester, die ebenfalls relativ unberührt war. Brüderchen bekam uns dann nach kurzer Auszeit aus dem Auto, zu dem Zeitpunkt hatte es jedoch begonnen zu regnen. Auf dem Weg zum vermeintlichen Restaurant, das bis zu unserem Ankommen bereits überfüllt war, erhöhte sich die Anzahl der Regentropfen, die auf den Boden prasselten ins Unendliche. Bäume und Hauseingänge waren die einzigen Rettungen, doch bis wir drei da waren, waren wir bereits gut durchnässt.
Es gab zur Beruhigung und zum Hungerstillen schmackhaftes Himbeer-Sorbet aus dem Becher für überteuerte 3,75 $. Weil jedoch nur mein Vater Geld gewechselt hatte, ging die Rechnung nicht auf mich
Der Regen hörte nicht auf, ein Opfer wurde ausgewählt und meine Mutter musste los, das Auto holen. Im Auto selbst war es dann ein wunderschönes Gefühl zu sitzen und den Regen auf das Dach schlagen zu hören.
Ich bekam nach geraumer Zeit noch einen Regenbogen an einer idyllischen Stelle auf die Linse und wir fuhren guten Mutes nach Niagara On the Falls.
Angekommen, Wi-Fi empfangen, geschrieben.
Kurz an den Niagarafällen gewesen, es war voll und nur eine kurze Möglichkeit zum Blick werfen.
Essen gewesen bei einem Inder, hatten leckeres Brot und guten Kopfsalat, Schlafen.
Der nächste Tag war geprägt von den Wasserfällen, einer Fahrt mit einem der Maid-of-the-Mist Booten, die so nah wie möglich an die Wasserfälle heranfahren und man nass wird, jedoch geschützt durch einen zuvorbekommenen Regenmantel und Plastik.
Kamera war Aufnahmebereit und ein guter Platz an der Seite des Bootes gesichert. Vorbei an den Brautschleier-Fällen, die mir persönlich besser gefallen, aufgrund der Steine die unten liegen und somit eine ‘direkte‘ Verbindung von herunterfallenden Wasser und See vermeiden.
Fotos gemacht, leicht nass geworden und weiter zu den Niagarafällen, die von unten noch gewaltiger erscheinen als von oben. Auch hier Fotos gemacht und zurück gefahren. Ich denke, das Erlebnis ist nicht mit Worten oder Bilder nachzuvollziehen, eine Reise dorthin bleibt also nicht erspart
Daraufhin gingen wir in Richtung Stadt, die aus Vergnügungsegschäften bestand, es erschien wie ein kleiner Freizeitpark und wir besuchten ein Spiegellabyrinth. Jeder bekam am Eingang Plastikhandschuhe, um keine Spuren zu hinterlassen. Es dauerte nicht lange und Familie Megabrain hatte den Ausgang gefunden, schlau wie wir waren gingen wir zurück. Ich, Mr. Superbrain fand schnell den Ausgang erneut, der Rest entdeckte erst 10 Minuten nach meinem Herausfinden das Ende. Sie stießen immer wieder auf den Eingang. Allemal war es jedoch vergnüglich und jeder hatte eine Menge Spaß
Das folgende Essen bestand aus einem reichhaltigen Buffett mit Live-Musik, leider waren viele Speisen mit Fisch oder Meeresfrüchten, sodass sie von 3 der 5 nicht genossen werden konnten.
Auf dem eigentlichenen Wege nach Hause hielten wir kurz an den Niagarafällen an, da diese zur nächtlichen Stunde beleuchtet war und mindestens doppelt so schön anzuschauen war. Einige Langzeitbelichtungen waren die Folge, bevor ich wieder abgeholt wurde von meiner Crew, bekam ich geschätzt 15 Fotos hin.
Es wurde Nacht und zu aller Verwunderung: Ich schlief!
Am nächsten Tag sollten es eine etwas längere Fahrt geben, die Blue Mountains warteten. Diesmal nur eine Nacht. Die Fahrt war in Ordnung, wir stoppten an einem Fastfood-Restaurant, von denen es in Kanada nur so wimmelt, da Subway zum Beispiel dort nach dem Franchise-System eröffnet wird und vertreibt.
Blue Mountains sahen langweilig aus. Ein paar grüne Hügel mit Liften, die im Winter zum Ski-fahren gebraucht werden, einige Hotels und ein See.
Das Gute: Es gab kostenloses Wi-Fi
Ein kleiner Wasserfall mündete in dem angesprochenen See.
Die Zimmer waren gemütlich.
Es gab einen Pool und eine Sauna.
Ich ging vorerst auf das Zimmer während der Rest der Familie den Pool testete. Er soll gut gewesen sein.
Fotos von See, Wasserfall und Umgebung gemacht, ging es in ein Asiatisches Restaurant, in dem Buffett angeboten wurde. Es gab auch hier kostenloses Wiederauffüllen der Getränke, was mich glücklich stimmte. Auch hier schmeckte Kopfsalat und Gurken, aber auch warme Gerichte.
Dieser Tag endete und wir gingen verfrüht schlafen. Ich auf dem Sofa, da nur ein Doppelbett für 3 Leute zur Verfügung stand.
Eigentlich alles gut soweit. Schade, dass der Tag so blöd anfanegn musste. In dem Zimmer waren Wasserflaschen breitgestellt worden, worauf ich etwas nippte und die Flasche leicht geleert erschien.
Auf Berücksichtung meines Bruders erfuhr ich, dass die 0,5l Flasche einen stolzen Preis von 6$ betrug. In Anbetracht dessen und der vollkommenen Verwunderung darüber erhielt ich Erleuchtung und mir kam das Tesa in den Sinn. Ich füllte die Flasche mit normalem Leitungswasser auf, es schmeckte kaum anders als das aus der Flasche und und klebte den Verschluß so zu, wie er am Anfang mit Plastik umrundet worden war. Auch das Preisschild, welches ich zum GLück noch aufbewahrt hatte stülpte ich über den Flaschenhals, sodass die andere Flasche zum Verwechseln ähnlich war.
Vielleicht habe ich einen Fehler begangen und es war nicht richtig von mir, ich jedoch wollte in diesem Moment und zurzeit immer noch nicht akzeptieren, dass in einem bezahlten Zimmer Wasserflaschen zum Verbrauch stehen, eigentlich jedoch erst bezahlt werden müssen. Zusätzlich schmeckte das Wasser wie gesagt wie normales Leitungswasser.
Abreise, weiter zur Fähre, die uns zu der Manitoulin-Island bringen sollte, innerhalb von 2 Stunden. Manitoulin Island ist die größte Süßwasserinsel der Welt im Huronsee. Auf der Insel selbst existieren wiederum 108 Seen in denen sich kleine Inseln befinden.
Dort fuhren wir eine lange Zeit über eine Straße, die sonst von wenigen weiteren Autofahrern genutzt wurde. Wir waren zwar einerseits einsam, jedoch war das Auto voll mit purer Lebenslust und Entdeckerfreude.
Angekommen an vier Holzhäusern und einer Bucht mit einem Dörfchen waren wir fasziniert von den Stille jedoch auch leich geschockt über die Winzigkeit und Einödigkeit der Lage des Hotels.
Es sollte noch abgelegener kommen..
Wir checkten ein, bei einer Dame die vollends überzeugt war von dem Ort, das Wort ‘beautiful‘ oder ‘love‘ waren in vielen Sätzen vertreten. Wenigstens verstand ich auch, was ihre Aussage war. Aber ich musste ihr zustimmen, es war schön. Wir sahen unser erstes Reh, was auch leider unser Letztes bleiben sollte.
Die drei Jugendlichen und die Eltern schliefen jederzeit in getrennten Räumen, diesmal sogar in getrennten Häusern. Wir begaben uns gegen 19Uhr auf die Suche nach Essen und fanden kurz vor Acht noch ein Lokal auf der anderen Seite der Bucht. Übrigens: Auch in dem Hotel gab es W-Lan
Es gab Pizza für die Kinder und Fisch sowie Salat für die Eltern. Es schmeckte und wir begaben uns leicht ägnstlich aber dennoch müde zu Bett.
Der nächste Tag war von Wandern geprägt. Wir besuchten vorerst einen Wasserfall unter dem man sogar drunter herlaufen konnte und der einen bildschönen weiteren Verlauf hatte. Dort wurden auch einige Bilder mit meiner Schwester oder meinem Bruder gemacht. Auch einige Langzeitbelichtungen von 2-3 Sekunden wurden aufgenommen. Das Wasser ergibt dann einen wunderbaren Effekt, es sieht nicht eingefroren sondern wirklich fließend aus.
Da ich im Vorhinein keinen vernünfitgen Graufilter(Neutraldichtefilter) bekam, konnte ich die Langzeitaufnahmen lediglich im Dunkeln oder bei Schatten ausprobieren.
Wir begaben uns danach zu einem Wanderweg von dem es zu ‘Cup and Saucer‘ gehen sollte, Tasse mit Untertasse. Im eigentlichen Sinne war es eine großartige Aussicht mit einer Erhöhung auf der man nach unten schauen konnte. Die Wanderung machte erheblich Spaß, da man Fotos machen konnte, aber auch Spaß auf dem Adventure Trip haben konnte. Dort waren erschwerte Wege und auch klettern musste man können. Außerdem war eine Felswand mit unzähligen Zeichungen aus Kreide zu bestaunen. Ich selbst verewigte dort auch eine Person, die mir sehr am Herzen liegt. Meine Schwester uns.
Wir folgten stets dem vorgeschriebenen Pfad und gelangten nach einiger Zeit zurück zu unserem genialen Auto.
Zuhause angekommen hatten wir vor, in dem Hoteleigenen Restaurant zu essen, das jedoch bereits geschlossen war und wir dazu gezwungen waren zu unserem ‘Stammlokal‘ zu gehen. Ich selbst probierte den Fisch, wie mein Vater, der Rest die hausgemachte Lasagne. Es schmeckte wiederum vorzüglich und wir wurden mit Live-Musik beglückt.
Die nächtlichen Sternfotografien sind zwar nur durchwachsen geworden, ich bin aber dennoch glücklich über die Zeit dazwischen, da ich eine angenehme Zeit mit meinem Vater verbrachte und wir uns über die schwere Laeg meines Vereins unterhielten und Lösungsvorschläge suchten.
Wir begaben uns nach ca. einer Stunde ins Bett, wo ich nach kurzer Zeit einschlief.
Auch am nächsten Morgen hatte ich mir vorgenommen früh wach zu sein um eventuellen Nebel aufzunehmen und die wirklich atemberaubende Stimmung fotografisch festzuhalten.
Ich verpasste, wie ich später erfuhr um wenige Minuten viele wilde Rehe, worüber ich enttäuscht war.
Die Aufnahmen sind ebenfalls nicht wirklich gut, zum Teil durch Staub auf dem Objektiv, zum Teil durch Verwacklungen oder falschen Bildausschnitten.
Trotzdem behalte ich den Ort in fabelhafter Erinnerung.
Wir kauften gegen 11 Uhr noch einige Dinge im Supermarkt, der erstaunlicher Weise gut gefüllt war und brachen auf, um unsere längste Reise aufzunehmen, die uns nach Killarney bringen sollte...
Ich weiß, ich hab verdammt viel geschrieben, hatte ich so nicht geplant.
Diejenigen, die sich bis zu Manitoulin Island durchgekämpft haben, sind bereits an Tag 9 angekommen, ja, soschnell vergingen die Tage.
Nun gut, lasst uns fortfahren, sowohl im Verlauf des Urlaubs, als auch auf die bevorstehende Fahrt nach Killarney Provinical Park.
Wir fuhren satte 275km mit einem Tempo von geschätzten 85km/h und - ich meine - einem Halt auf der Fahrt, um die 6 Stunden um an einem ebenfalls abgelegenen Ort anzukommen, der einem Clubhotel auf diversen südländischen Inseln ähnelte. Der Park mit einzelnen Holzhütten war weitestgehend naturbelassen und somit waren Fernsehen oder Radio nicht vorhanden.
Kein Problem für mich, denn nach kurzen Startschwierigkeiten hatte ich auch hier W-Lan.
Das Ganze nutze ich immer über den von Sebi günstig erworbenen Ipod. Eigentlich halte ich von Apple nichts und ich denke, die Produkte sind schlicht und einfach zu teuer, jedoch hat dieses Gerät eben den Vorteil des Internets und der vielen verschiedenen Apps. Außerdem bemerkte ich kurz vor Anfang des Urlaubs, dass der Akku meines Handys sich viel zu schnell leerte und ich deshalb via des schwer zu bedienbaren Itunes gute Musik übertrug und diese in volln Zügen genießen konnte ohne mir große Sorgen über den Energiestand machen zu brauchen.
Das Essen war, wie in eigentlich jedem Restaurant gut, wir bekamen jedoch diesmal jenes direkt im Hotel, mit Speisekarte und festem Sitzplatz. Das 3-Gänge-Menu war reichhaltig und machte jeden satt.
Das Gelände wies außer dem Restaurant noch einen Pool auf und eben diese überdachten Wege mit südländischem Flair. Wir wohnten in zwei getrennten Hütten, die abgesehen von abendlicher Unterhaltung alles Nötige aufwiesen.
Der Swimming-Pool wurde von meinem Vater und meiner Schwester mit Vergnügen getestet, ein Wettschwimmen gewann ich gegen meinen Vater, wonach ich letztlich extrem erschöpft war. Es war eine eigentlich minimale Strecke, dennoch war es mit viel Spaß und Kraftraub verbunden.
Der Tag ging müde und erschöpft zuende, wir hatten schließlich am nächsten Morgen wichtigstes zuv erfolgen.
| Kurzer Einschub: Ich wohne seit 2002 in Düsseldorf, wohnte vorher in Heidelberg.
Mein Vater kommt aus Aachen und ist dank seines Vaters Fan des Fußballvereins dort. So ist es also dazu gekommen, dass auch ich früh herangeführt wurde und nun schon auf etwa 10 Jahre Fan-Sein zurückblicken darf. |
An jenem Morgen spielte aufgrund der Zeitverschiebung bereits um 7 Uhr morgens mein Verein gegen den meiner Heimatstadt. Wir, Aachen, sind schlecht gestartet, wohingegen die Düsseldorfer einen fabelhaften Start erwischt haben und mein Vater sowie ich allein davon ausgingen, dass wir dieses Spiel verlieren würden.
Nun gut, wir verloren nicht, worüber ich sehr glücklich war, wir gewannen aber auch nicht, worüber mein Vater recht enttäuscht war. 0:0 war das Ergebnis erneut und der Tag fing somit relativ gut an.
Das anschließende Frühstück war wiederum gut und wir hatten kurz vorher einen Computer entdeckt, auf dem wir ebenfalls die letzten 15 Minuten des Spiels verfolgten. Dieser musste für diverse Checks genutzt werden. Meine Eltern reservierten für uns alle Kanus, mit denen wir gegen 4 Uhr aufbrachen um die große, weite Welt zu entdecken.
Naja.. nich so ganz, wir kamen etwa 500 Meter weit und hielten auf einer steinigen, schleimigen und rutschigen Insel an. Es war heiß und das Wasser angenehm kalt.
Mein Vater und mein Bruder saßen in dem einem Kanu, meine Mutter sowie meine Schwester in dem anderen.
Ich denke, es war das einzig schlechte an diesem Urlaub. Zum Glück ist nichts allzu Schlimmes passiert.
Mein Vater rutschte auf einem der Steine in der Nähe des Wassers aus und fiel auf seine Hand.
Verletzt ging es also zurück ins Boot und wir fuhren mit aller Kraft zurück zum Verleih. Eine kurze Auszeit im Häuschen ließ ihn jedoch schnell wieder fit erscheinen.
Während meine Familiengenossen schliefen oder sich ausruhten, begab ich mich auf Streifenhörnchen-Suche und wurde auch recht schnell fündig. Von den geschätzten 120 Fotos sind einige gute dabei, oft gefiel mir das Licht besonders gut. Ein hinzustoßendes Eichhörnchen oder etwas ähnliches unterbrach meine Foto-Session, sodass ich mich weiter auf die Suche nach spannenden Motiven machte.
Der Abend war dann ausgefüllt mit kurzem Kontakt mit dem Wasser des Sees sowie einigen Sprüngen danach in den Hoteleigenen Pool. Auch spielten wir in der daneben gelegenen Halle ein Spiel, dessen Name uns zwar nicht bewusst war, es aber eine Menge Spaß machte. Auch spielten wir Tischtennis, was ebenfalls Freude bereitete.
Das anschließende Abendessen war genießbar und auch die Live-Musik war wieder recht gut.
Der Computer wurde ausschließlich von mir oder meinen Geschwistern genutzt.
Es ist wirklich Wahnsinn, wie sehr man von den sozialen Netzwerken abhängig ist, obwohl ich für meinen Teil dort nicht entgegen wirken möchte.
Die Nacht war offen gesagt zu kurz, jedoch stand unsere letzte wirklich wichtige Reise bevor.
Es sollte nach Hunsville gehen, vom Namen her nicht gerade besonders aussergewöhnlich, die Landschaft und die Atmosphäre dort gefiel mir überaus gut.
Wir fuhren etwa 270 Kilometer und mussten zum Ende hin durch ein Waldstück fahren wobei wir entsetzt über diese Abgelegenheit waren. Es übertraf alles. Dennoch hatten wir Glück.
Sowohl mit dem Wetter, als auch mit dem vorzüglichen, delikaten Essen, mit der Wohnung, in der wir das einzige Mal 3 Bäder, 3 Schlafzimmer und sogar ein Wohnzimmer mit Fake-Kamin besaßen.
Wie schon gesagt, das Essen war vorzüglich, es bestand ein kleiner Speiseraum mit zwei überaus netten Kellnern, die das 4-Gänge-Menu servierten.
Nun die große Enttäuschung: Es gab vorerst kein Wi-Fi. Also eigentlich ja schon, jedoch hatte das Netzwerk Probleme und es kam zu keiner Verbindung. Das Problem war komischerweise am nächsten Morgen geklärt.
Wir genossen am Abend den, zwar unbeheizten aber dennoch angenehm warmen Pool unter dem Speisesaal.
Auch dieser elfte Tag ging schneller vorbei als erwartet.
Der nächste Tag fing mit einem, ich kann es nur wiederholen, sehr guten Frühstück an, wonach wir uns auf den Weg in Richtung Algonquin Provincial Park machten, um dort die Freiheit und Natur zu genießen.
Nachdem Missverständnisse und Ungereimtheiten aus dem Weg geräumt waren, machte sich meine Familie auf den Weg, mit zwei stabilen Kanus und einem Fass zum Schützen der Kamera sowie von Lebensmitteln auf den Weg wiederum viel zu entdecken.
Wenn ich ehrlich bin, bin ich leicht enttäuscht von unserer Tour, ich bin zwar leicht gebräunt zurückerschienen, habe jedoch weder Elch, noch Bär oder Wolf gesehen. Selbst kleine Tiere wie Hasen oder Streifenhörnchen blieben aus. Hinzukommt, dass man sich nicht immer auf seine Mitfahrer verlassen kann, dass diese auch vernünftig mitrudern, was mich ab und an wirklich aufgeregt hat! [ aber immer mit viel Spaß dabei
]
Wir entdeckten eine kleine Insel, auf der wir stoppten und sie innerhalb weniger Minuten rundum erkundeten.
Von da aus ging es jedoch wieder zurück und wir stiegen müde und kräftelos zurück ins Auto.
In dem Souvenirshop dort erhielt ich meine Mitbringsel für zwei meiner absoluten Lieblinge
Wir fuhren in Richtung Hotel, stoppten dennoch an einem weiteren Wasserfall, an dem ich ebenfalls einige Fotos machte und mit immerhin 3 Sekunden die ein- oder andere Langzeitbelichtung hinbekam.
Im Hotel angekommen gab es direkt das frische, schmackhafte und angenehm schmeckende Abendessen serviert von Peter unserem persönlichen ‘Essensbringer‘
Gegen 19:30Uhr senkte sich die Sonne zu Boden, wobei ich jedoch durch zahlreiche Anmerkungen noch schnell mein Stativ und meine Kamera aus dem Auto schnappte und wenige aber eigentlich recht gute Aufnahmen hinbekam.
Die Stimmung jedoch nicht zu beschreiben, traumhaft.
Auch das anschließende Bingo anfangs zu dritt mit Bruder und Schwester war lustig.
Die danach hinzutretenden englischsprachigen Gegner wurden mit 4:2 besiegt. YES!
Auch der danach bevorstehende Pool-Gang war erfrischend und ermüdete zugleich.
Ein kurzer Check bei Facebook und auch dieser Tag neigte sich dem Ende hinzu.
Der 13te Tag stand also an.
Die Rückfahrt nach Toronto. Wir waren bereit soweit.
Nur das Problem: das Auto ganz und garnicht.
Der linke vordere Reifen war vollkommen luftlos und musste gewechselt werden. Grund war ein kleiner Stein, der sich durch das Profil gefressen hatte.
ADAC ist in Kanada an einer wirklich abgelegen Stelle nicht so hilfreich, sodass wir gemeinsam anpackten und das Problem nach etwa einer halben Stunde gelöst hatten.
Mit Ersatzreifen und vollem Auto starteten wir in Richtung Großstadt und wir bekamen solangsam das Gefühl von alledem Abschied nehmen zu müssen.
In Toronto angekommen checkte wir in der Nähe des Flughafens ein, entdeckten eine Stelle an der es Wi-Fi gab und der Tag war wieder einmal gerettet.
Unserer Fahrt in den etwa halbe Stunde entfernten Kern der Stadt stand nun nichts mehr im Wege und wir liefen nocheinmal durch teils bekannte Straßen.
Familie M. unternahm nun noch eine Stadtrundfahrt in einem Bus der sowohl fahren als auch schwimmen konnte, sodass wir auch an dem vorletzten Tag gemeinsam eine Menge Spaß hatten.
Der Abend war von einem recht langen Marsch durch Toronto ausgefüllt, der letztlich in China-Town in einem Asiaten endete, der einen wahren Abschluss ergab.
Die letzten Minuten in Toronto habe ich wirklich genossen und ich sehne mich seitdem zurück. Einige Langzeitaufnahmen von den immer noch befahrenen Straßen Torontos waren meine Letzten.
Die Nacht war längst hereingebrochen und wir fanden den Weg ins Bett recht schnell.
Nun gut, der nächste Morgen war kurz, wir aßen bei einem guten kulinarischen Buffett nicht nur leckeres Essen sondern auch die letzten Minuten unserer Aufenthalts auf.
Von dort aus ging es realtiv flott zu der Autovermietungsfirma, wo wir unser geliebtes Auto lassen mussten.
Der Check-In war auch nach kurzer Verzögerung vollzogen und wir flogen durch die Nacht in Richtung Europa über Paris nach Hause nach Düsseldorf.
Das war Kanada.
Das waren 13 unglaublich spektakuläre Tage mit Überraschungen und Ereignissen, die sich nicht alle resümieren lassen.
Ich hoffe der ein oder andere hatte Spaß beim lesen, wenn nicht, verzeiht mir, dass ich euch eure Zeit gestohlen habe.
Ich kann jedoch nur jedem empfehlen, sollte er jemals die Chance haben Kanada sehen zu können, es wahrzunehmen, um dort eine wirklich unvergessene Zeit zu erleben.
PS: Danke an Pia, Sebi, Louisa, Hannah, Milena und Debbie für den regen Kontakt über Facebook, das hat mir doch den Anreiz gegeben doch wieder zurückzukehren
Der Reise-Plan !
Und die Bilder (alle Rechte liegen ausschließlich bei mir!)
Liebe Grüße,
Tobias
Ich schreibe hier meinen ersten Beitrag und hoffe von Rechtschreib- und Ausdrucksfehler abzusehen.
Eben etwas zu meiner Person, ich heiße Tobias, bin 18 Jahre alt und wohne in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens.
Ich durfte in meinen hoffentlich letzten Sommerferien (möchte nun das Abitur machen) mit meiner Familie eine Rundreise via Mietwagen durch Kanada volle 13 Tage genießen
Aber lest doch selbst, ich habe recht viel geschrieben und das Ganze in zwei Teile verpackt, somit geht der erste Teil bis zu Tag 9, der zweite Teil schließlich bis zur Ankunft in Düsseldorf.
Viel Spaß, Bilder werde ich versuchen mit einzubinden
PS: Ich habe diese Texte auf meinem Blog veröffentlicht, daher bitte nicht über manch‘ Formulierungen wundern.
Wer möchte, darf mal vorbeischauen
Es ist 5 Uhr morgens, das Licht scheint durch die Jalousien, kalte Morgenluft haucht in das Zimmer.
Ich bin hellwach. Es geht heute los. 6000 Kilometer werden wir hinter uns legen. An einem Tag. Heute. In wenigen Stunden werden wir Düsseldorf, Paris, vielleicht London, den ganzen Atlantischen Ozean und Grönland hinter uns lassen.
Wir, meine beiden jüngeren Geschwister und meine Eltern.
Wir hatten viel vor, mit einem Mietwagen, dessen Aussehen unbekannt war, an vielen Orten in kurzer Zeit zu sein. Wir wollten entdecken, bestaunen, fühlen und schmecken. Das Land, die Ortschaften, die Naturschauspiele, Gewässer, weite Strecken von Nichts, Kanada eben.
Vor einem geschätzten Jahr wären wir beinahe durch den Wechsel der Arbeitsstelle meines Vaters weggezogen. Weggezogen nach Kanada. Es ist besser hiergeblieben zu sein, erster Gedanke - wie auch heute.
Es ist bereits früher Mittag und wir sitzen in der Flughafen-Lobby, Gepäck aufgegeben, mit der Fototasche als Handgepäck, die später noch Rolle spielen wird, wartend auf den Einlass in das Flugzeug der Fluggesellschaft Air-France, die uns vorerst nach Paris bringt und eine Stunde später von dort aus auf direktem Wege in die Großstadt Toronto fliegen wird.
Zeitsprung: Gefühlte 20 Stunden später in Toronto angekommen, aber es ist noch hell! Was ist los ? - Zeitverschiebung, 6 Stunden. Eigentlich kaum Zeit verloren. Mist!
Essen im Flugzeug war genießbar, Platz zum nächsten Sitz wie immer zu wenig und nach der Landung standen wie immer die Leute direkt auf, als würde die Türen aufspringen und alle könnten innerhalb weniger Sekunden den Flieger verlassen.
Angekommen also. Mit Gepäck auf dem Weg zur Mietwagenfirma, wo wir unser Auto nun endlich sehen sollten. Wir liefen vorbei an großen, breiten Wagen und oft dunkelgetönten Scheiben. Einer schöner als der andere. Ich würde einfach mal sagen, wir hatten das krasseste Auto, dass in dem Parkhaus stand. Ein weißer Dodge Caravan. - Er glänzte und schien völlig neu. Innen war übermäßig viel Platz und man fühlte sich nicht wirklich schlecht in diesem Auto. Koffer verstaut, Wagenschlüssel bekommen ging es nun an das losfahren, dass einige Schwierigkeiten mit sich brachte.
-"Was leuchtet da ?!"
-"Wieso leuchtet das ?"
-"Wie fahre ich los ?"
waren so ziemlich die ersten Reaktionen. Das Auto war - wie ich meine jedes Auto in Kanada ein Automatik - und somit eine Überwindung.
Jedoch nach kurzer Erklärung eines freundlichen Mannes geschafft und auch das Parkhaus ohnen Schaden überstanden. Stimmung zwar leicht angespannt, meine ‘zwei Wochen anhaltende ungewöhnlich gute Laune‘ weckte die müde Truppe jedoch schnell wieder auf
- Ich merke, dass wird ein ziemlich langer Text.. -
Erstes Hotel angefahren, Delta Chelsea, hört sich genauso gut an, wie es war.
Das ganze Geschehen musste ersteinmal über das freiverfügbare W-lan auf Facebook veröffentlicht werden.
Wir blieben in Toronto ganze 3 Nächte und wir sollten nocheinmal zurückkehren, leider nur zum Abflug.
Der erste Abend wurde in einem Sushi-Restaurant um die Ecke verbracht, ebenfalls wurden die ersten Eindrücke gesammelt, da auf Torontos Straßen auch noch nachts verdammt viel los ist. Sowohl auf der Straße als auch auf dem Gehweg.
Uns fiel auf, dass die Ampeln nciht wie in Düsseldorf, meiner Heimatstadt einfach nur Rot-Gelb-Grün war, sondern mit einer Stop-Hand in Gelb für Stehenbleiben und einer weißen Hand für Gehen. 10 Sekunden bevor die Ampel von Gehen auf Stehenbleiben umsprang, leuchtete die Anzeige der Sekunden. Die war darunter befestigt. Das gefiel mir, sodass wenn nur noch 4-5 Sekunden auf der Ampel standen, ging man nicht mehr, wenn jedoch eine 12 oder 15 darauf stand, überquerte man die Straße noch.
Ich hoffe, dass war jetzt verständlich..
Außerdem trafen wir einen Freund meines Vaters, der in der Nähe Torontos wohnt und in der Kinderklinik, - der größten der Welt - arbeitet.
Die Nacht war durchwachsen, Zeitumstellung war jedoch bei mir bereits jetzt abgeschlossen.
Am Tag darauf besuchten wir vormittags eben das Krankenhaus und auch das Labor in dem meines Vaters Freund arbeitete und forschte. Vorher hatten wir im Krankenhaus auf dem Erdgeschoss bei Subway gegessen und bei Starbucks ein Kaltgetränk genossen. Ebenfalls war dort, wie bei jedem Starbucks, W-lan vorhanden und ich konnte die Spielstände der zweiten Bundesliga verfolgen.
Das Spiel meines Vereins ging 0:0 aus, langweilig, hingegen unser zweiter Tag in Toronto ganz und gar nicht.
Wir fuhren innerhalb von 58Sekunden auf die zweite Plattform des CN-Towers. Der höchste Turm der Welt bis vor einigen Jahren. 533 Meter erreichten wir zwar nicht, doch die Glasplattform und die Gitterplattform sind faszinierend, da man über zigfache Kilometer hinwegsehen konnte.
Meine kleine Schwester entdecke sogar das Hotel.
Unten gab es einen Sonnenbrillenstand, sowie einen Selbstgemachte-Limonadestand, die sorgfältig geprüft werden mussten. Heraus kamen 5 Getränke, die absolut gut schmeckten! und 2 Sonnenbrillen. Wir begaben uns über einen kurzen Fußweg zu dem nahegelegenen Ontariosee an dem wir uns gemütlich hinsaßen, ‘Mamma‘s Pizza‘ aßen und uns etwas sonnten, sowie lustige Fotos meines Vaters als Mafia-Boss machten.
Das Wetter war hervorragend, ein guter Tag neigte sich dem Ende zu. Zum Abend hin trennten sich die Geschwister und ich von den zu langsamen Eltern und irrten durch die Stadt. Sie kannten den Weg, wir eigentlich ja auch.. nunja. Nach einigen Schlangenlinien, aber atemberaubenden langen und weiten Straßen, empfingen uns unsere Eltern an einem Restaurant, dass die Wartezeit allemal verdiente.
Man durfte sich dort über offenem Feuer selbst Speisen zubereiten, rohes Fleisch in einigen Varianten sowie Gemüse wurden serviert.
Mit gefiel zusätzlich grundsätzlich in Kanada, dass zu jeder Mahlzeit Wasser gereicht wurde. Es ist jedoch der Fall, dass dort das Wasser in fast jedem Fall still war und somit meiner Meinung nach nicht durstlöschend.
Nun gut, ich war satt und das ist doch die Hauptsache
Der Schlaf war schnell vorbei, da ich auf meiner ersten Mission war. Ich hatte mir vorgenommen noch vor Sonnenaufgang das Hotel zu verlassen und die Straßen mit 4-5 Sekunden zu belichten, um Spuren von Autos zu erzeugen oder auch Menschen leicht verschwinden zu lassen.
Wie ich so bin, stand ich erst auf, als die Sonne schon aufgegangen war. Trotzdem begab ich mich mit Stativ und Kameraausrüstung, dazu zählen der Kamerabody, ein ‘normales‘ 18-55mm Objektiv, ein Weitwinkelobjektiv 10-24mm, ein Tele-Zoom 70-300mm und ein Makroobjektiv 30mm auf den Weg in die Stadt. Draußen angekommen bemerkte ich, dass es schon erheblich warm war und ich nutzte direkt die Chance, bevor es zu hell wurde, einige Aufnahmen zu machen. Gelungen ist mir nicht wirklich eine, ich habe jedoch dazu gelernt. Im Hotel musste ich feststellen, dass mein Stativ an Stabilität verloren hatte, ein Teil fehlte und somit demontierte ich es ersteinmal mit leicher Ärgerniss.
Dank etwas zufällig mitgenommenen Tesafilms konnte ich das zu Bruch gegangene Stativ ‘reparieren‘.
Der Tag war gerettet, beziehungsweise er fing statt schlecht, gut an.
Eaton Center stand an. Riesiger Komplex zum Einkaufen, like Centro in Oberhausen oder der vielleicht 15-fachen Größe der BilkerArcaden in Düsseldorf. Davor gab es zu Werbezwecken freie Getränke, die schmeckten, hauptsächlich aber meinen Durst löschten. Ebenfalls wurden Verschwörungstheorien zu den Anschlägen 9/11 behandelt. Ich selbst bin davon überzeugt! Nunja nichts dazu..
Nach einem zweistündigen Trip durch dieses Center begaben wir uns auf den Weg ins Hotel, da uns der Freund meines Vaters zu sich nach Hause eingeladen hatte, zum grillen, zum chillen, zum Fleisch killen!
Es war wirklich delikatös und ich würde etwas dafür geben, um jeden Tag so fürstlich zu speisen. Auch das Haus hat mir gefallen, zwar klein, jedoch gemütlich und in einer wunderbaren Nachbarschaft gelegen. Waschbären, die dort öfters gesehen werden, konnten wir leider nicht beobachten, jedoch nahm ich dort meine ersten Light-Painting Versuche auf und einige weitere Langzeitbelichtungen.
Auch dieser Tag war viel zu schnell vorbei und wir sollten am nächsten Tag bereits auschecken und zu den größten Wasserfällen, oder eher den berühmtesten Wasserfällen der Welt fahren. Den Niagarafällen.
Eins der großen Highlights, obwohl ich von Kanada generell überzeugt war.
Die Fahrt war eigentlich anschaulich, zu meiner Verwunderung hielten wir in dem Ort kurz vor den Fällen an, Niagara On the Lake. Mich persönlich berührte der Ort zu anfangs kein bisschen, da ich auf der Fahrt bis dort ein Schläfchen getätigt hatte. Ich blieb also im Auto sitzen, zusammen mit meiner Schwester, die ebenfalls relativ unberührt war. Brüderchen bekam uns dann nach kurzer Auszeit aus dem Auto, zu dem Zeitpunkt hatte es jedoch begonnen zu regnen. Auf dem Weg zum vermeintlichen Restaurant, das bis zu unserem Ankommen bereits überfüllt war, erhöhte sich die Anzahl der Regentropfen, die auf den Boden prasselten ins Unendliche. Bäume und Hauseingänge waren die einzigen Rettungen, doch bis wir drei da waren, waren wir bereits gut durchnässt.
Es gab zur Beruhigung und zum Hungerstillen schmackhaftes Himbeer-Sorbet aus dem Becher für überteuerte 3,75 $. Weil jedoch nur mein Vater Geld gewechselt hatte, ging die Rechnung nicht auf mich
Der Regen hörte nicht auf, ein Opfer wurde ausgewählt und meine Mutter musste los, das Auto holen. Im Auto selbst war es dann ein wunderschönes Gefühl zu sitzen und den Regen auf das Dach schlagen zu hören.
Ich bekam nach geraumer Zeit noch einen Regenbogen an einer idyllischen Stelle auf die Linse und wir fuhren guten Mutes nach Niagara On the Falls.
Angekommen, Wi-Fi empfangen, geschrieben.
Kurz an den Niagarafällen gewesen, es war voll und nur eine kurze Möglichkeit zum Blick werfen.
Essen gewesen bei einem Inder, hatten leckeres Brot und guten Kopfsalat, Schlafen.
Der nächste Tag war geprägt von den Wasserfällen, einer Fahrt mit einem der Maid-of-the-Mist Booten, die so nah wie möglich an die Wasserfälle heranfahren und man nass wird, jedoch geschützt durch einen zuvorbekommenen Regenmantel und Plastik.
Kamera war Aufnahmebereit und ein guter Platz an der Seite des Bootes gesichert. Vorbei an den Brautschleier-Fällen, die mir persönlich besser gefallen, aufgrund der Steine die unten liegen und somit eine ‘direkte‘ Verbindung von herunterfallenden Wasser und See vermeiden.
Fotos gemacht, leicht nass geworden und weiter zu den Niagarafällen, die von unten noch gewaltiger erscheinen als von oben. Auch hier Fotos gemacht und zurück gefahren. Ich denke, das Erlebnis ist nicht mit Worten oder Bilder nachzuvollziehen, eine Reise dorthin bleibt also nicht erspart
Daraufhin gingen wir in Richtung Stadt, die aus Vergnügungsegschäften bestand, es erschien wie ein kleiner Freizeitpark und wir besuchten ein Spiegellabyrinth. Jeder bekam am Eingang Plastikhandschuhe, um keine Spuren zu hinterlassen. Es dauerte nicht lange und Familie Megabrain hatte den Ausgang gefunden, schlau wie wir waren gingen wir zurück. Ich, Mr. Superbrain fand schnell den Ausgang erneut, der Rest entdeckte erst 10 Minuten nach meinem Herausfinden das Ende. Sie stießen immer wieder auf den Eingang. Allemal war es jedoch vergnüglich und jeder hatte eine Menge Spaß
Das folgende Essen bestand aus einem reichhaltigen Buffett mit Live-Musik, leider waren viele Speisen mit Fisch oder Meeresfrüchten, sodass sie von 3 der 5 nicht genossen werden konnten.
Auf dem eigentlichenen Wege nach Hause hielten wir kurz an den Niagarafällen an, da diese zur nächtlichen Stunde beleuchtet war und mindestens doppelt so schön anzuschauen war. Einige Langzeitbelichtungen waren die Folge, bevor ich wieder abgeholt wurde von meiner Crew, bekam ich geschätzt 15 Fotos hin.
Es wurde Nacht und zu aller Verwunderung: Ich schlief!
Am nächsten Tag sollten es eine etwas längere Fahrt geben, die Blue Mountains warteten. Diesmal nur eine Nacht. Die Fahrt war in Ordnung, wir stoppten an einem Fastfood-Restaurant, von denen es in Kanada nur so wimmelt, da Subway zum Beispiel dort nach dem Franchise-System eröffnet wird und vertreibt.
Blue Mountains sahen langweilig aus. Ein paar grüne Hügel mit Liften, die im Winter zum Ski-fahren gebraucht werden, einige Hotels und ein See.
Das Gute: Es gab kostenloses Wi-Fi
Ein kleiner Wasserfall mündete in dem angesprochenen See.
Die Zimmer waren gemütlich.
Es gab einen Pool und eine Sauna.
Ich ging vorerst auf das Zimmer während der Rest der Familie den Pool testete. Er soll gut gewesen sein.
Fotos von See, Wasserfall und Umgebung gemacht, ging es in ein Asiatisches Restaurant, in dem Buffett angeboten wurde. Es gab auch hier kostenloses Wiederauffüllen der Getränke, was mich glücklich stimmte. Auch hier schmeckte Kopfsalat und Gurken, aber auch warme Gerichte.
Dieser Tag endete und wir gingen verfrüht schlafen. Ich auf dem Sofa, da nur ein Doppelbett für 3 Leute zur Verfügung stand.
Eigentlich alles gut soweit. Schade, dass der Tag so blöd anfanegn musste. In dem Zimmer waren Wasserflaschen breitgestellt worden, worauf ich etwas nippte und die Flasche leicht geleert erschien.
Auf Berücksichtung meines Bruders erfuhr ich, dass die 0,5l Flasche einen stolzen Preis von 6$ betrug. In Anbetracht dessen und der vollkommenen Verwunderung darüber erhielt ich Erleuchtung und mir kam das Tesa in den Sinn. Ich füllte die Flasche mit normalem Leitungswasser auf, es schmeckte kaum anders als das aus der Flasche und und klebte den Verschluß so zu, wie er am Anfang mit Plastik umrundet worden war. Auch das Preisschild, welches ich zum GLück noch aufbewahrt hatte stülpte ich über den Flaschenhals, sodass die andere Flasche zum Verwechseln ähnlich war.
Vielleicht habe ich einen Fehler begangen und es war nicht richtig von mir, ich jedoch wollte in diesem Moment und zurzeit immer noch nicht akzeptieren, dass in einem bezahlten Zimmer Wasserflaschen zum Verbrauch stehen, eigentlich jedoch erst bezahlt werden müssen. Zusätzlich schmeckte das Wasser wie gesagt wie normales Leitungswasser.
Abreise, weiter zur Fähre, die uns zu der Manitoulin-Island bringen sollte, innerhalb von 2 Stunden. Manitoulin Island ist die größte Süßwasserinsel der Welt im Huronsee. Auf der Insel selbst existieren wiederum 108 Seen in denen sich kleine Inseln befinden.
Dort fuhren wir eine lange Zeit über eine Straße, die sonst von wenigen weiteren Autofahrern genutzt wurde. Wir waren zwar einerseits einsam, jedoch war das Auto voll mit purer Lebenslust und Entdeckerfreude.
Angekommen an vier Holzhäusern und einer Bucht mit einem Dörfchen waren wir fasziniert von den Stille jedoch auch leich geschockt über die Winzigkeit und Einödigkeit der Lage des Hotels.
Es sollte noch abgelegener kommen..
Wir checkten ein, bei einer Dame die vollends überzeugt war von dem Ort, das Wort ‘beautiful‘ oder ‘love‘ waren in vielen Sätzen vertreten. Wenigstens verstand ich auch, was ihre Aussage war. Aber ich musste ihr zustimmen, es war schön. Wir sahen unser erstes Reh, was auch leider unser Letztes bleiben sollte.
Die drei Jugendlichen und die Eltern schliefen jederzeit in getrennten Räumen, diesmal sogar in getrennten Häusern. Wir begaben uns gegen 19Uhr auf die Suche nach Essen und fanden kurz vor Acht noch ein Lokal auf der anderen Seite der Bucht. Übrigens: Auch in dem Hotel gab es W-Lan
Es gab Pizza für die Kinder und Fisch sowie Salat für die Eltern. Es schmeckte und wir begaben uns leicht ägnstlich aber dennoch müde zu Bett.
Der nächste Tag war von Wandern geprägt. Wir besuchten vorerst einen Wasserfall unter dem man sogar drunter herlaufen konnte und der einen bildschönen weiteren Verlauf hatte. Dort wurden auch einige Bilder mit meiner Schwester oder meinem Bruder gemacht. Auch einige Langzeitbelichtungen von 2-3 Sekunden wurden aufgenommen. Das Wasser ergibt dann einen wunderbaren Effekt, es sieht nicht eingefroren sondern wirklich fließend aus.
Da ich im Vorhinein keinen vernünfitgen Graufilter(Neutraldichtefilter) bekam, konnte ich die Langzeitaufnahmen lediglich im Dunkeln oder bei Schatten ausprobieren.
Wir begaben uns danach zu einem Wanderweg von dem es zu ‘Cup and Saucer‘ gehen sollte, Tasse mit Untertasse. Im eigentlichen Sinne war es eine großartige Aussicht mit einer Erhöhung auf der man nach unten schauen konnte. Die Wanderung machte erheblich Spaß, da man Fotos machen konnte, aber auch Spaß auf dem Adventure Trip haben konnte. Dort waren erschwerte Wege und auch klettern musste man können. Außerdem war eine Felswand mit unzähligen Zeichungen aus Kreide zu bestaunen. Ich selbst verewigte dort auch eine Person, die mir sehr am Herzen liegt. Meine Schwester uns.
Wir folgten stets dem vorgeschriebenen Pfad und gelangten nach einiger Zeit zurück zu unserem genialen Auto.
Zuhause angekommen hatten wir vor, in dem Hoteleigenen Restaurant zu essen, das jedoch bereits geschlossen war und wir dazu gezwungen waren zu unserem ‘Stammlokal‘ zu gehen. Ich selbst probierte den Fisch, wie mein Vater, der Rest die hausgemachte Lasagne. Es schmeckte wiederum vorzüglich und wir wurden mit Live-Musik beglückt.
Die nächtlichen Sternfotografien sind zwar nur durchwachsen geworden, ich bin aber dennoch glücklich über die Zeit dazwischen, da ich eine angenehme Zeit mit meinem Vater verbrachte und wir uns über die schwere Laeg meines Vereins unterhielten und Lösungsvorschläge suchten.
Wir begaben uns nach ca. einer Stunde ins Bett, wo ich nach kurzer Zeit einschlief.
Auch am nächsten Morgen hatte ich mir vorgenommen früh wach zu sein um eventuellen Nebel aufzunehmen und die wirklich atemberaubende Stimmung fotografisch festzuhalten.
Ich verpasste, wie ich später erfuhr um wenige Minuten viele wilde Rehe, worüber ich enttäuscht war.
Die Aufnahmen sind ebenfalls nicht wirklich gut, zum Teil durch Staub auf dem Objektiv, zum Teil durch Verwacklungen oder falschen Bildausschnitten.
Trotzdem behalte ich den Ort in fabelhafter Erinnerung.
Wir kauften gegen 11 Uhr noch einige Dinge im Supermarkt, der erstaunlicher Weise gut gefüllt war und brachen auf, um unsere längste Reise aufzunehmen, die uns nach Killarney bringen sollte...
Ich weiß, ich hab verdammt viel geschrieben, hatte ich so nicht geplant.
Diejenigen, die sich bis zu Manitoulin Island durchgekämpft haben, sind bereits an Tag 9 angekommen, ja, soschnell vergingen die Tage.
Nun gut, lasst uns fortfahren, sowohl im Verlauf des Urlaubs, als auch auf die bevorstehende Fahrt nach Killarney Provinical Park.
Wir fuhren satte 275km mit einem Tempo von geschätzten 85km/h und - ich meine - einem Halt auf der Fahrt, um die 6 Stunden um an einem ebenfalls abgelegenen Ort anzukommen, der einem Clubhotel auf diversen südländischen Inseln ähnelte. Der Park mit einzelnen Holzhütten war weitestgehend naturbelassen und somit waren Fernsehen oder Radio nicht vorhanden.
Kein Problem für mich, denn nach kurzen Startschwierigkeiten hatte ich auch hier W-Lan.
Das Ganze nutze ich immer über den von Sebi günstig erworbenen Ipod. Eigentlich halte ich von Apple nichts und ich denke, die Produkte sind schlicht und einfach zu teuer, jedoch hat dieses Gerät eben den Vorteil des Internets und der vielen verschiedenen Apps. Außerdem bemerkte ich kurz vor Anfang des Urlaubs, dass der Akku meines Handys sich viel zu schnell leerte und ich deshalb via des schwer zu bedienbaren Itunes gute Musik übertrug und diese in volln Zügen genießen konnte ohne mir große Sorgen über den Energiestand machen zu brauchen.
Das Essen war, wie in eigentlich jedem Restaurant gut, wir bekamen jedoch diesmal jenes direkt im Hotel, mit Speisekarte und festem Sitzplatz. Das 3-Gänge-Menu war reichhaltig und machte jeden satt.
Das Gelände wies außer dem Restaurant noch einen Pool auf und eben diese überdachten Wege mit südländischem Flair. Wir wohnten in zwei getrennten Hütten, die abgesehen von abendlicher Unterhaltung alles Nötige aufwiesen.
Der Swimming-Pool wurde von meinem Vater und meiner Schwester mit Vergnügen getestet, ein Wettschwimmen gewann ich gegen meinen Vater, wonach ich letztlich extrem erschöpft war. Es war eine eigentlich minimale Strecke, dennoch war es mit viel Spaß und Kraftraub verbunden.
Der Tag ging müde und erschöpft zuende, wir hatten schließlich am nächsten Morgen wichtigstes zuv erfolgen.
| Kurzer Einschub: Ich wohne seit 2002 in Düsseldorf, wohnte vorher in Heidelberg.
Mein Vater kommt aus Aachen und ist dank seines Vaters Fan des Fußballvereins dort. So ist es also dazu gekommen, dass auch ich früh herangeführt wurde und nun schon auf etwa 10 Jahre Fan-Sein zurückblicken darf. |
An jenem Morgen spielte aufgrund der Zeitverschiebung bereits um 7 Uhr morgens mein Verein gegen den meiner Heimatstadt. Wir, Aachen, sind schlecht gestartet, wohingegen die Düsseldorfer einen fabelhaften Start erwischt haben und mein Vater sowie ich allein davon ausgingen, dass wir dieses Spiel verlieren würden.
Nun gut, wir verloren nicht, worüber ich sehr glücklich war, wir gewannen aber auch nicht, worüber mein Vater recht enttäuscht war. 0:0 war das Ergebnis erneut und der Tag fing somit relativ gut an.
Das anschließende Frühstück war wiederum gut und wir hatten kurz vorher einen Computer entdeckt, auf dem wir ebenfalls die letzten 15 Minuten des Spiels verfolgten. Dieser musste für diverse Checks genutzt werden. Meine Eltern reservierten für uns alle Kanus, mit denen wir gegen 4 Uhr aufbrachen um die große, weite Welt zu entdecken.
Naja.. nich so ganz, wir kamen etwa 500 Meter weit und hielten auf einer steinigen, schleimigen und rutschigen Insel an. Es war heiß und das Wasser angenehm kalt.
Mein Vater und mein Bruder saßen in dem einem Kanu, meine Mutter sowie meine Schwester in dem anderen.
Ich denke, es war das einzig schlechte an diesem Urlaub. Zum Glück ist nichts allzu Schlimmes passiert.
Mein Vater rutschte auf einem der Steine in der Nähe des Wassers aus und fiel auf seine Hand.
Verletzt ging es also zurück ins Boot und wir fuhren mit aller Kraft zurück zum Verleih. Eine kurze Auszeit im Häuschen ließ ihn jedoch schnell wieder fit erscheinen.
Während meine Familiengenossen schliefen oder sich ausruhten, begab ich mich auf Streifenhörnchen-Suche und wurde auch recht schnell fündig. Von den geschätzten 120 Fotos sind einige gute dabei, oft gefiel mir das Licht besonders gut. Ein hinzustoßendes Eichhörnchen oder etwas ähnliches unterbrach meine Foto-Session, sodass ich mich weiter auf die Suche nach spannenden Motiven machte.
Der Abend war dann ausgefüllt mit kurzem Kontakt mit dem Wasser des Sees sowie einigen Sprüngen danach in den Hoteleigenen Pool. Auch spielten wir in der daneben gelegenen Halle ein Spiel, dessen Name uns zwar nicht bewusst war, es aber eine Menge Spaß machte. Auch spielten wir Tischtennis, was ebenfalls Freude bereitete.
Das anschließende Abendessen war genießbar und auch die Live-Musik war wieder recht gut.
Der Computer wurde ausschließlich von mir oder meinen Geschwistern genutzt.
Es ist wirklich Wahnsinn, wie sehr man von den sozialen Netzwerken abhängig ist, obwohl ich für meinen Teil dort nicht entgegen wirken möchte.
Die Nacht war offen gesagt zu kurz, jedoch stand unsere letzte wirklich wichtige Reise bevor.
Es sollte nach Hunsville gehen, vom Namen her nicht gerade besonders aussergewöhnlich, die Landschaft und die Atmosphäre dort gefiel mir überaus gut.
Wir fuhren etwa 270 Kilometer und mussten zum Ende hin durch ein Waldstück fahren wobei wir entsetzt über diese Abgelegenheit waren. Es übertraf alles. Dennoch hatten wir Glück.
Sowohl mit dem Wetter, als auch mit dem vorzüglichen, delikaten Essen, mit der Wohnung, in der wir das einzige Mal 3 Bäder, 3 Schlafzimmer und sogar ein Wohnzimmer mit Fake-Kamin besaßen.
Wie schon gesagt, das Essen war vorzüglich, es bestand ein kleiner Speiseraum mit zwei überaus netten Kellnern, die das 4-Gänge-Menu servierten.
Nun die große Enttäuschung: Es gab vorerst kein Wi-Fi. Also eigentlich ja schon, jedoch hatte das Netzwerk Probleme und es kam zu keiner Verbindung. Das Problem war komischerweise am nächsten Morgen geklärt.
Wir genossen am Abend den, zwar unbeheizten aber dennoch angenehm warmen Pool unter dem Speisesaal.
Auch dieser elfte Tag ging schneller vorbei als erwartet.
Der nächste Tag fing mit einem, ich kann es nur wiederholen, sehr guten Frühstück an, wonach wir uns auf den Weg in Richtung Algonquin Provincial Park machten, um dort die Freiheit und Natur zu genießen.
Nachdem Missverständnisse und Ungereimtheiten aus dem Weg geräumt waren, machte sich meine Familie auf den Weg, mit zwei stabilen Kanus und einem Fass zum Schützen der Kamera sowie von Lebensmitteln auf den Weg wiederum viel zu entdecken.
Wenn ich ehrlich bin, bin ich leicht enttäuscht von unserer Tour, ich bin zwar leicht gebräunt zurückerschienen, habe jedoch weder Elch, noch Bär oder Wolf gesehen. Selbst kleine Tiere wie Hasen oder Streifenhörnchen blieben aus. Hinzukommt, dass man sich nicht immer auf seine Mitfahrer verlassen kann, dass diese auch vernünftig mitrudern, was mich ab und an wirklich aufgeregt hat! [ aber immer mit viel Spaß dabei
Wir entdeckten eine kleine Insel, auf der wir stoppten und sie innerhalb weniger Minuten rundum erkundeten.
Von da aus ging es jedoch wieder zurück und wir stiegen müde und kräftelos zurück ins Auto.
In dem Souvenirshop dort erhielt ich meine Mitbringsel für zwei meiner absoluten Lieblinge
Wir fuhren in Richtung Hotel, stoppten dennoch an einem weiteren Wasserfall, an dem ich ebenfalls einige Fotos machte und mit immerhin 3 Sekunden die ein- oder andere Langzeitbelichtung hinbekam.
Im Hotel angekommen gab es direkt das frische, schmackhafte und angenehm schmeckende Abendessen serviert von Peter unserem persönlichen ‘Essensbringer‘
Gegen 19:30Uhr senkte sich die Sonne zu Boden, wobei ich jedoch durch zahlreiche Anmerkungen noch schnell mein Stativ und meine Kamera aus dem Auto schnappte und wenige aber eigentlich recht gute Aufnahmen hinbekam.
Die Stimmung jedoch nicht zu beschreiben, traumhaft.
Auch das anschließende Bingo anfangs zu dritt mit Bruder und Schwester war lustig.
Die danach hinzutretenden englischsprachigen Gegner wurden mit 4:2 besiegt. YES!
Auch der danach bevorstehende Pool-Gang war erfrischend und ermüdete zugleich.
Ein kurzer Check bei Facebook und auch dieser Tag neigte sich dem Ende hinzu.
Der 13te Tag stand also an.
Die Rückfahrt nach Toronto. Wir waren bereit soweit.
Nur das Problem: das Auto ganz und garnicht.
Der linke vordere Reifen war vollkommen luftlos und musste gewechselt werden. Grund war ein kleiner Stein, der sich durch das Profil gefressen hatte.
ADAC ist in Kanada an einer wirklich abgelegen Stelle nicht so hilfreich, sodass wir gemeinsam anpackten und das Problem nach etwa einer halben Stunde gelöst hatten.
Mit Ersatzreifen und vollem Auto starteten wir in Richtung Großstadt und wir bekamen solangsam das Gefühl von alledem Abschied nehmen zu müssen.
In Toronto angekommen checkte wir in der Nähe des Flughafens ein, entdeckten eine Stelle an der es Wi-Fi gab und der Tag war wieder einmal gerettet.
Unserer Fahrt in den etwa halbe Stunde entfernten Kern der Stadt stand nun nichts mehr im Wege und wir liefen nocheinmal durch teils bekannte Straßen.
Familie M. unternahm nun noch eine Stadtrundfahrt in einem Bus der sowohl fahren als auch schwimmen konnte, sodass wir auch an dem vorletzten Tag gemeinsam eine Menge Spaß hatten.
Der Abend war von einem recht langen Marsch durch Toronto ausgefüllt, der letztlich in China-Town in einem Asiaten endete, der einen wahren Abschluss ergab.
Die letzten Minuten in Toronto habe ich wirklich genossen und ich sehne mich seitdem zurück. Einige Langzeitaufnahmen von den immer noch befahrenen Straßen Torontos waren meine Letzten.
Die Nacht war längst hereingebrochen und wir fanden den Weg ins Bett recht schnell.
Nun gut, der nächste Morgen war kurz, wir aßen bei einem guten kulinarischen Buffett nicht nur leckeres Essen sondern auch die letzten Minuten unserer Aufenthalts auf.
Von dort aus ging es realtiv flott zu der Autovermietungsfirma, wo wir unser geliebtes Auto lassen mussten.
Der Check-In war auch nach kurzer Verzögerung vollzogen und wir flogen durch die Nacht in Richtung Europa über Paris nach Hause nach Düsseldorf.
Das war Kanada.
Das waren 13 unglaublich spektakuläre Tage mit Überraschungen und Ereignissen, die sich nicht alle resümieren lassen.
Ich hoffe der ein oder andere hatte Spaß beim lesen, wenn nicht, verzeiht mir, dass ich euch eure Zeit gestohlen habe.
Ich kann jedoch nur jedem empfehlen, sollte er jemals die Chance haben Kanada sehen zu können, es wahrzunehmen, um dort eine wirklich unvergessene Zeit zu erleben.
PS: Danke an Pia, Sebi, Louisa, Hannah, Milena und Debbie für den regen Kontakt über Facebook, das hat mir doch den Anreiz gegeben doch wieder zurückzukehren
Der Reise-Plan !

Und die Bilder (alle Rechte liegen ausschließlich bei mir!)
Liebe Grüße,
Tobias