@SandraundSven
Euch mal wieder ein herzliches Dankeschön für die tollen Links. Besonders die ersten beiden Tipps waren sehr hilfreich für uns. Aber jetzt mal der Reihe nach.
Wir hatten das grosse Glück, den ganzen September in Südfrankreich zu verbringen. Einen grossen Teil davon, wie geplant im Languedoc Gebiet. Roussillon haben wir uns fürs Frühjahr etwas aufgespart.
Unsere Route hat uns über Avignon und die Camargue an den Küstenabschnitt des Languedoc geführt. Im Vergleich zur Côte d‘Azur ist die Küste des Languedoc sehr von Industrieanlangen beherrscht und flach. Was aber spannend ist, sind die grossen Seen auch "Etang" oder "Basin" genannt. Diese Seen sind zum Teil so gross, dass man nur mit Hilfe der Karte sehen kann, ob man das Mittelmeer vor Augen hat oder doch wieder einen See. Interessante Aussichten bieten sich hier dem Urlauber.
Ich persönlich würde aber das Hinterland des Languedoc empfehlen, wenn man nicht gerade einen Badeurlaub plant, denn die Strände sind gross, sandig und sehr weitläufig. Zum Meer hin offen und als wir im September in der Gegend waren, auch nicht mehr überfüllt, das Wasser aber noch herrlich warm. Das Languedoc-Gebiet gehört zu den grössten Weinanbaugegenden Frankreichs. Man fährt an unendlich grossen Flächen vorbei. Zudem ist die Region historisch sehr spannend die Catarer hatten zur Blütezeit hier ihr "Domizil" Städte wie Narbonne und Carcassonne muss man sich unbedingt ansehen. Aber auch die historisch spannenden "Abbayes". Unterirdisch überraschen die Tropfsteinhöhlen mit ihrer überwältigenden Schönheit. In Frankreich "Grotte" genannt. Wir haben und die "Grotte des Demoiselle" angeschaut. Absolut faszinierend. Sie gehört zu den grössten und für mich zu den Schönsten Höhlen Südrankreichs. Wir hatten eine wirklich nette und sehr kompetente Führung. In der Nähe von Narbonne, befindet sich das
"Réserve Africaine" ein Safaripark, der seines Gleichen in Europa wohl sucht. Für uns eine wirkliche Überraschung. Denn Zoos und Tierparks in Südfrankreich können sehr umstritten sein. Einen Bericht habt ihr dazu schon mal erhalten. Der Safaripark in Sigean schlägt für uns fast alles bis dahin gesehene. Er verdient einen eigenen Bericht. Landschaftlich reizvoll sind ganz sicher die Cevennen. Wir haben den südlichen Teil etwas genauer befahren. Oh der "Gorges du Tarn" mit seinen Felsformationen ist traumhaft schön und sehr abwechslungsreich. Ein Eldorado für Kanufahrer. Der etwas kleinere "Gorges de la Jonte", der direkt an seinen grossen Bruder grenzt, überrascht mit einer Attraktion der besonderen Art. Man kann frei fliegende Geier beobachten, die sich in den letzten Jahren hier wieder angesiedelt haben und um deren Aufzucht man sehr bemüht ist. Ein einmalig schönes Erlebnis. Aber auch dazu später mehr. Die Cevennen bestechen, obwohl touristisch erschlossen, häufig durch einsame Gegenden. Ein Paradies für Wanderer. Auf der einen Seite die malerischen Schluchten und auf der anderen Seite herrliche Plateaus mit einer atemberaubend schönen Aussicht. Wir können Routen durch die Cevennen jedem empfehlen, der naturbegeistert ist. Allerdings möchten wir an dieser Stelle noch einen Hinweis geben. Internetempfang und Handyempfang sind nicht immer gewährleistet.
Eine Reise durch die Cevennen sollte man planen. Aber auch dazu, wie auch Fotos und Links in nächster Zeit mehr. Es gibt so viel zu der Region zu erzählen, dass es unmöglich in einem einzigen Bericht passt. Wir sind uns ganz sicher, die Cevennen werden wieder mal ein Ziel für uns sein. Denn gesehen haben wir lange nicht alles.
Liebe Grüsse
Evamago