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-Der Bolf-
Guest
Nachtarbeit wirkt sich subjektiv noch als erträglich aus, wenn sie in einem regelmäßigen Rhythmus erfolgt. Objektiv gesehen ist das aber nicht der Fall. Man macht sich da selber etwas vor. Nachtarbeit läuft dem menschlichen Biorhythmus zuwider und kann Schlaflosigkeit, Appetitstörungen, Nervosität und eine Herabsetzung der allgemeinen Leistungsfähigkeit bewirken.
Ich habe ständig in der Nacht gearbeitet, noch dazu in unregelmäßigen Abständen. Positiv war, dass man keine Staus hatte und im Großen und Ganzen seine Ruhe. Da hat man die Nachteile schon mal in Kauf genommen.
Hier liefere ich gerade Ware an einen Bauernhof, der einen gutgehenden Hofladen hat.

Die Abladestelle war eine langgezogene Scheune. Aber der Hof war wenigstens gepflastert, was natürliche eine Erleichterung beim Abladen war. Oft genug musste ich auch Demeter-Höfe anfahren, die sowas wie Pflaster oder Asphalt nicht kennen. Es war manchmal eine Plage. Die Demeter-Fanatiker waren meist auch Antroposophen mit leichter spiritueller Neigung, die das ursprüngliche und natürliche bewahrten. Nicht dass mich das gestört hätte oder dass die Leute irgendwie unfreundlich waren. ich habe sie meistens nachts ja nie zu Gesicht bekommen. Aber die Höfe waren eben entsprechend nicht geeignet für Lkw.

Kritisch wurde es im Sommer. Ich hatte einen Lkw in der Grundfarbe Weiß. Dieses Weiß zieht Insekten in der Nacht magisch an, vor allem wenn von dem Lkw noch eine Lichtquelle ausgeht. Zu meinem Unglück befindet sich der Misthaufen gleich neben der Abladestelle. Abgesehen davon, dass ich die Fenster immer geschlossen halten musste, juckte es mich hinterher trotzdem. Ich weiß nicht, wie viel Liter Blut die Insekten aus mir rausgesaugt haben, irgendwie gefühlte 2 bis 3 Liter, aber ich musste da durch. Bestimmt haben die Plagegeister angesichts des Festmahles hinterher ein kräftiges Bäuerchen gemacht.

Trotz alledem oder gerade deswegen bin ich solche Touren gerne gefahren. Anders als die Fahrer, die im konventionellen Lebensmittelhandel die Discounter anliefern, stand ich nicht unter permanentem Zeitdruck. Es kam zwar vor, dass ich auch mal spät dran war und mich beeilen musste, aber das war nicht die Regel. Weil das so war, konnte ich auch immer mal ein paar Bilder machen, so wie die Folgenden.



Ich habe ständig in der Nacht gearbeitet, noch dazu in unregelmäßigen Abständen. Positiv war, dass man keine Staus hatte und im Großen und Ganzen seine Ruhe. Da hat man die Nachteile schon mal in Kauf genommen.
Hier liefere ich gerade Ware an einen Bauernhof, der einen gutgehenden Hofladen hat.

Die Abladestelle war eine langgezogene Scheune. Aber der Hof war wenigstens gepflastert, was natürliche eine Erleichterung beim Abladen war. Oft genug musste ich auch Demeter-Höfe anfahren, die sowas wie Pflaster oder Asphalt nicht kennen. Es war manchmal eine Plage. Die Demeter-Fanatiker waren meist auch Antroposophen mit leichter spiritueller Neigung, die das ursprüngliche und natürliche bewahrten. Nicht dass mich das gestört hätte oder dass die Leute irgendwie unfreundlich waren. ich habe sie meistens nachts ja nie zu Gesicht bekommen. Aber die Höfe waren eben entsprechend nicht geeignet für Lkw.

Kritisch wurde es im Sommer. Ich hatte einen Lkw in der Grundfarbe Weiß. Dieses Weiß zieht Insekten in der Nacht magisch an, vor allem wenn von dem Lkw noch eine Lichtquelle ausgeht. Zu meinem Unglück befindet sich der Misthaufen gleich neben der Abladestelle. Abgesehen davon, dass ich die Fenster immer geschlossen halten musste, juckte es mich hinterher trotzdem. Ich weiß nicht, wie viel Liter Blut die Insekten aus mir rausgesaugt haben, irgendwie gefühlte 2 bis 3 Liter, aber ich musste da durch. Bestimmt haben die Plagegeister angesichts des Festmahles hinterher ein kräftiges Bäuerchen gemacht.

Trotz alledem oder gerade deswegen bin ich solche Touren gerne gefahren. Anders als die Fahrer, die im konventionellen Lebensmittelhandel die Discounter anliefern, stand ich nicht unter permanentem Zeitdruck. Es kam zwar vor, dass ich auch mal spät dran war und mich beeilen musste, aber das war nicht die Regel. Weil das so war, konnte ich auch immer mal ein paar Bilder machen, so wie die Folgenden.


