Grönland, Segeltour vom Westen in den hohen Norden

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Konrad P.

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Im folgenden Thema möchte ich ein wenig von meinen Erlebnissen einer Reise berichten, an der ich im August diesen Jahres teilnehmen durfte. Sie führte von Aasiaat, im Westen Grönlands gelegen, bis hoch in den Norden in die Thule-Gegend, wo noch heute zahlreiche Überreste einer Kultur zu sehen sind, die vor etwa 600 Jahren in dieser unwirtlichen Region siedelte. Da diese Tour mit einem Dreimastschoner, die Rembrandt van Rijn, bestritten wurde und es mehr um das Entdecken und Erleben ging, sind die Fotos sicher keine Überflieger, sondern viel mehr Erinnerungen an eine Reise, die sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt haben wird und deren Erinnerung mir wohl auch in den kommenden Jahren immer wieder ein seliges Lächeln ins Gesicht zaubern wird. Sollte ich jetzt oder später einen perfekten Urlaub beschreiben, so sieht er aus. Vielleicht findet ja der ein oder andere diese Begeisterung und Faszination in meinen Bildern wieder und kann sich in stark abgeschwächter Form vorstellen, was es heißt, am Aufnahmestandpunkt der Bilder tatsächlich vorort gewesen zu sein. Mir ist bewusst, dass diese, nun folgenden Bilder, nur einen winzigen Ausschnitt der Realität darstellen können und objektiv betrachtet wohl nur wenig mehr sind, als reine Erinnerungsfotos, dennoch möchte ich gern ein breiteres Publikum daran teilhaben lassen und vielleicht lässt sich der ein oder andere ja auch auf eine Reise in eine der faszinierendsten Ecken unseres Planeten ein. Nun aber genug des einleitenden Wortschwalls.

Tag 1, Ankunft in Aasiaat und Einschiffen

#1

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Aasiaat präsentierte sich uns am ersten Tag von seiner äußerst tristen Seite. Dunkle Wolken am Himmel, dichter Nebel, so dass der Pilot unseres Inlandsfluges darauf hinwies, dass es eventuell mit der Landung länger dauern könnte, 10°C und wenn sich der Nebel etwas zurückzog, fing es an zu nieseln. Also im Prinzip ein wenig einladender Empfang, aber egal, ich bin in Grönland!

#2

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Da zum Zeitpunkt unserer Ankunft noch kein freier Liegeplatz am Pier vorhanden war, wurden sämtliche Passagiere zunächst im örtlichen Seemannsheim zwischengeparkt. Dort stand es uns frei, die Ortschaft auf eigene Faust zu erkunden, oder ein warmes Mittagessen einzunehmen. Direkt vor dem Eingang lag dieser nette Willkommensgruß. Als Antiwalfangaktivist schon ein ziemlich schockierender Anblick. Mein Standpunkt hinsichtlich des grönländischen Walfanges sollte sich aber im Laufe der Reise noch stark verändern. Viel mehr passierte am ersten Tag nicht mehr, außer dass wir diverse Sicherheitsinstruktionen erhielten, unsere Kabinen bezogen und sich Passagiere und Crew vorsichtig beschnupperten. Am gleichen Abend liefen wir noch aus und fuhren über Nacht Richtung Discoisland.

Tag 2, Zwei Anlandungen Discoisland

#3

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Nach dem ersten Frühstück an Bord, erhielten wir durch unsere beiden Guides eine kurze Unterweisung hinsichtlich der Verhaltensregeln in der arktischen Natur, gingen vor Anker und begaben uns auf unsere erste Anlandung mit den Zodiac-Schlauchbooten. Daran schloss sich eine Wanderung durch die wunderbare und grüne Natur auf der Discoinsel an, wobei uns Denis, unser Geologen-Guide, viel von der interessanten geologischen Beschaffenheit zu berichten wusste. Leider hatte sich das Wetter nicht sonderlich gebessert, es gab lediglich keine Regenschauer mehr. Die Wanderung war dennoch ein wunderbares Erlebnis, hatte man doch das Gefühl, völig allein zu sein, sieht man von den Mitreisenden einmal ab.

#4

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Nach dem wir zum Mittagessen zurück an Bord waren, lichtete die Crew den Anker und wir fuhren ein Stück aus dem Fjord heraus, passierten dabei die kleine Siedlung Kangerluk, welche ca 30 Einwohner beherbergt. In unmittelbarer Nähe suchten wir einen weiteren Ankerplatz um noch einen zweiten Landgang zu unternehmen.

#5

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Der zweite Landgang stand ganz im Zeichen der in Grönland beheimateten Tierwelt. Zum einen besichtigten wir einen Sammelpunkt kanadischer Wildgänse, wobei eine von diesen fast unseren Expeditionleader über den Haufen geflogen hätte, zum anderen sahen wir den ersten Buckelwal, allerdings in reichlicher Entfernung, so dass zumindest bei mir, kein brauchbares Foto entstand. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, riss nun aber die Wolkendecke auf und die ersten grönländischen Sonnenstrahlen brachen durch. Kleiner Nachteil, die Sonne erweckte auch eine ansehnliche Masse an Mückenschwärmen, und brachte uns Passagieren die Erkenntnis, dass zumindest deutsche Anti-Mücken-Produkte grönländischen Mücken nur ein müdes Lächeln abrang...
An Bord zurückgekehrt, wurde das Abendessen serviert, die ersten Gespräche an die Bar verlegt und wir Passagiere erhielten die wenig erfreuliche Information, dass der Wind völlig untypisch für diese Jahreszeit aus nördlicher Richtung bläst. Die gemessenen Geschwindgkeiten machten es nahezu unmöglich gegen den Wind anzusegeln, so dass das Programm bereits am ersten Tag der Reise völlig über den Haufen geworfen wurde und wir nicht zunächst gen Norden segelten, sondern einen Abstecher in die Discobucht machen würden. Als wir aus dem Fjord heraus wieder die offene See erreichten, wurde deutlich, was die Windgeschwindigkeit für Einfluss auf den Seegang hat. Etwa die Hälfte aller Passagiere war mit anderen Sachen beschäftigt, als sich den abendlichen Vortrag zur geologischen Entstehung Grönlands anzuhören.
 
Toller Bericht mit tollen Bildern! Man kann richtig gut an der Reise teilhaben, freuen uns schon auf die Fortsetzung.
 
Nachtrag: Tag 2, Abends, Segeln um die Discoinsel



#6

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Während des Abendessens nach unserem zweiten Landgang auf der Discoinsel wurden zum ersten Mal die Segel gehisst. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht ahnten, so fürchterlich häufig würden wir dieses seemännische Schauspiel während der Reise nicht bewundern dürfen. Wie bereits beschrieben, führte uns unser Weg zunächst wieder ein Stück südwärts, um die Südspitze der Discoinsel herum, geradewegs in die Discobucht hinein. Das Segelglück währte allerdings nur wenige Stunden, bis wir schließlich in den Windschatten der Insel traten. Ebenfalls beschrieben hatte ich ja bereits, dass diesen Ausblick, der auf dem Bild zusehen ist, nur der Hälfte aller Passagiere vergönnt war. Die andere Hälfte lag weitestgehend erschlagen auf den Kojen und sehnte einem baldigen Abflauen des Windes entgegen.

#7

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Wie bereits schon auf dem vorhergehenden Bild zu erkennen, hatte sich das Wetter schlagartig verbessert, so dass wir nun auch in den Genuss eines Sonnenunterganges kamen, der allerdings schon zu fast unchristlicher Zeit zu bestaunen war, bedenkt man den Fakt, dass bereits um 7:30 Uhr der morgendliche Weckruf des Expeditionleaders durchs Schiff hallte. Die Zeit zwischen abendlichen Vortrag und Sonnenuntergang ließ sich aber an der Schiffsbar mit einer sich immer besser verstehenden kleinen Gruppe Reisender, einem hervorragenden Hotelmanager/Kellner/Barkeeper/Chefsteward in Personalunion und einigen gekühlten Getränken ausgezeichnet überbrücken. Obiges Bild ist im Prinzip gleichbedeutend mit dem Ende des zweiten Tages. Am nächsten Tag stand eine Landung in Qeqertarsuaq auf dem Programm, eine, für grönländische Verhältnisse, fast schon pulsierende Metropole mit 800 Einwohnern. 
 
Tag 3/I Qeqertarsuaq, Discoisland



#8

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Ein kleiner Eisberg am frühen Morgen. Auf einem Schiff nicht schlafen zu können, ist nicht immer ein Fluch, bekommt man sich so aus der Koje gewälzt, dass der Kabinennachbar nichts davon mitbekommt, wird man mitunter mit solch einem, fast schon kitschigen, Anblick belohnt. An den Rillen an der Seite kann man erkennen, dass dies ein kleines Stück von einem größeren Brocken ist und sich selbiger um fast 90° gedreht hat, auf der Suche nach dem Gleichgewicht. Zu dieser frühen Morgenstunde spielte das Wetter auch noch eine herausragende Rolle, dies veränderte sich allerdings bis zum Frühstück wieder schlagartig, so dass wir wieder mit einem grauen Himmel gesegnet waren, aus dem aber immerhin kein Regen fiel.

#9

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Wie schon angesprochen, ist Qeqertarsuaq eine recht große Ortschaft, die auch über einen eigenen Fußballplatz verfügt. An selbigem sind sogar Trainerbänke zu finden. Eine grönländische Fußballliga, wie man sie aus unseren Breiten kennt, gibt es jedoch nicht. Allerdings werden in den Sommermonaten immer wieder Fußballturniere ausgetragen und dann wohl auch ein grönländischer Meister gekürt. Wer hierbei allerdings für die immensen Reisekosten aufkommt, besonders wenn Mannschaften aus West- und Ostgrönland aufeinander treffen sollten, entzieht sich meiner Kenntnis und auch der des befragten Einheimischen.

#10

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Das Ziel unseres Ausfluges nach Qeqertarsuaq ist hier zu sehen, ein Wasserfall, der mit Sicherheit auch einen einheimischen Namen trägt, den ich mir ob der wirren Buchstabenkombinationen aber nicht merken konnte. Interessanterweise gab es zu diesem Wasserfall einen weitestgehend gut sichtbaren Pfad, so dass wir hier auch noch dem ein oder anderen Touristen über den Weg liefen, der nicht zu unserem Schiff gehörte. Diese wiederum genossen die Ausführungen unseres Geologen Denis hinsichtlich der Besonderheiten der Discoinsel.

#11

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Netterweise hatte der Großteil unserer Gruppe das morgendliche Briefing so verstanden, dass die Wanderung, die geplant war, bis zum Wasserfall führen sollte und anschließend wieder zurück. Neben fünf weiteren Mitreisenden hatte ich aber noch im Ohr, dass von einer anderthalbstündigen Tour die Rede war, wir den Wasserfall aber bereits nach 30 Minuten erreichten. Denis, unser Guide, war auch ein wenig verwundert, als der Großteil schon wieder den Rückweg antrat, denn er wollte eigentlich noch ein gutes Stück weiter ins Landesinnere laufen. So erhielten wir sechs Verbliebenen eine zusätzliche Geologiestunde und Ansichten, die der große Rest gar nicht mehr mit bekam. Dabei entstand unter anderem dieses Foto. Die rötliche Färbung des Felsen kommt wohl durch diverse Eisenablagerungen in den Sedimentschichten zustande und kann, je nach Einlagerung, stark variieren. Als kleines Anekdötchen am Rande: Auf dem Rückweg vom Wasserfall kam ich mit einer Mitreisenden ins Gespräch, die mit Mann und Kleinkind unterwegs war. Die junge Familie hatte sechseinhalb Jahre in Grönland gewohnt und nahm diese Rreise als Art Abschiedstournee. Und während wir uns unterhielten, woher wir denn so kommen, stellten wir fest, dass sie in Cottbus studierte, was in etwa 20km von meinem Heimatstädtchen entfernt liegt... Die Welt ist wirklich manchmal ein Dorf.
Im Anschluss an diese kleine Wandertour ging es zum Mittagessen wieder an Bord. und wir fuhren ein Stück an der Küste der Discoinsel weiter in die Discobucht hinein. Doch davon dann morgen mehr.
 
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Der Beitrag über die Grönlandreise ist wundervoll. Schöne Foto und sehr gut geschrieben. Bitte weiter schreiben.
 
Heike Pfennig:

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Der Beitrag über die Grönlandreise ist wundervoll. Schöne Foto und sehr gut geschrieben. Bitte weiter schreiben.
Vielen Dank! Na klar, die Resie ging insgesamt 18 Tage. Da kommt schon noch ordentlich was nach.=)
 
Tag 3 Discoisland, Zodiaccruise



#12

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Am Nachmittag nach unserer Wanderung stand eine kleine Zodiactour auf dem Programm. Ziel waren die Basaltsäulen, die an der südlichen Küste der Discoinsel zu finden sind. Diese kann man sich vorstellen, wie den Giants Cause Way in Nordirland. Nur dass hier die Basaltsäulen nicht senkrecht liegen, sondern eher waagerecht. Dabei entstehen Gebilde, die zeitweise an eine Kathedrale erinnerten. Auf jeden Fall sehr eindrücklich und die Fahrt war auch schon ein ziemlicher Wahnsinn. Bilder habe ich hiervon allerdings keine gemacht, da beim Start meiner Gruppe (wir hatten nur zwei große Zodiacs an Bord, so dass nicht alle Passagiere drauf passten) es schon wieder regnete und ich meine Kamera auf dem Schiff ließ. Dafür gibts nun einen Eisberg zu sehen, den ich als ausgesprochen fotogen empfand, insbesondere ob des leuchtenden Türkis. Dies war auch einer der ersten Vorboten dessen, was uns am nächsten Tag erwarten würde. Da der Wind sich in den folgenden drei Tagen nicht ändern würde, wurde die Route verändert und wir würden Ilulissat ansteuern und dort auch am riesigen Eisfeld Station machen. Doch davon morgen mehr.

#13

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Während die zweite Gruppe Passagiere zur Zodiactour startete, tauchte wie aus dem Nichts in 300-400m Entfernung eine Gruppe von Finnwalen auf. Und während unsere wackeren Zodiacfahrer versuchten dichter an die Tiere heran zu kommen, entschieden sich die Wale mal zu schauen, was denn bei uns auf der Rembrandt so los ist. Letztendlich traute sich die Gruppe bis auf etwa 75-100m heran. Das Blas der Wale zu hören ist eine der Erinnerungen, die ich definitiv nicht mehr vergessen werde. Immerhin war es das zweite Mal überhaupt, dass ich Wale sah, und dann direkt aus dieser geringen Distanz... Unvergesslich!

#14

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Noch am Abend erhielten wir von Jordi, unserem Expeditionleader und Meeresbiologen, eine kurze Einheit zur Rasse der Finnwale. Diese sind die zweitgrößte Walart überhaupt, tauchen nicht so charakteristisch aus dem Wasser wie etwa Buckelwale und sind sehr schnelle Schwimmer. Besonders den letzten Punkt durften wir zur Genüge bestaunen. Wie schnell die Gruppe innerhalb kürzester Zeit die Positionen wechselte, war schon phänomenal. Vielleicht haben sie sich aber auch einfach einen Spaß daraus gemacht, uns Touris zu beobachten, wie wir ständig von einer Seite des Schiffes zur anderen flitzten.

#15

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Das letzte Bild ist hierbei mein Favorit und harrt der Ausbelichtung auf Leinwand!

Wie schon angedeutet, geht es morgen dann mit Ilulissat und dem mittlerweile schon recht bekannten Eisfjord weiter.
 
Tag 4/I, Ilulissat, Wanderung zum Icefjord



#16

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Der morgendliche Ausblick, als ich mit Kaffee in der Hand schlaftrunkend an Deck stolperte. Erneut ein grauer Himmel, nur ganz weit in der Ferne ein kleineres Löchlein in der Wolkendecke, was eine Mitreisende und mich dazu brachte, allen übrigen mit unserem Optimismus, dass mit Sicherheit noch die Sonne herauskommen würde, auf die Nerven zu gehen. Sehr bemerkenswert fand ich, dass insbesondere an diesen trüben Tagen das Blau in den Eisbergen wesentlich heftiger leuchtet. Keine Ahnung, ob das eventuell mit dem fehlenden strahlend blauen Himmel zusammen hängt, dass konnten mir unsere Guides leider auch nicht erklären. Waren halt keine Physiker...

#17

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Hier sieht man das strahlende Blau nochmals wesentlich deutlicher. Ebenfalls spannend fand ich die Geräuschkulisse, da die Süßwassereisberge laut und vernehmlich zischelten und knackten, wie diese Schokolade, die im Mund auch so komisch knackt und zischt...

#18

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Direkt nach dem Frühstück setzten wir mit den Zodiacs über und kombinierten eine Stadtbesichtigung Ilulissats mit einer Wanderung zum berühmten Eisfjord. Hierbei sei gesagt, dass Ilulissat in Grönland mit 4000 Einwohnern als richtige Großstadt gilt, in der erstaunlich viel los ist. Auch gibt es viele Geschäfte und, was mir fast schon mißfiel, eine Bevölkerung, die Touristen als Einnahmequelle entdeckt hat. Hier ging mir die natürliche Atmosphäre etwas verloren. Das obige Bild entstand auf dem Wanderweg, welcher mittlerweile mit einem Brettersteg ausgelegt ist auf dem Weg zum UNESCO-Weltnaturerbe, dem Ilulissat-Eisfjord. Man beachte das Motorboot zwischen den Eisbergen.

#19





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Spannenderweise behielten meine Mitreisende und ich recht. Hin und wieder kämpfte sich die Sonne durch die Wolken, so dass wundervolle und spannende Lichtstimmungen entstanden. Auf diesem Bild ist auch gut zu erkennen, wie Grönland zu seinem Namen kam. Die verschiedenen Grüntöne erinnerten mich zeitweise sehr stark an Irland.
Als kleine Anekdote am Rande: Zeitgleich mit uns lag auch die "Hanseatic" vor Ilulissat vor Anker, bzw. musste aufgrund der Eisbewegungen häufiger den Liegeplatz wechseln. Dieses Schiff hat wohl eine Kapazität von 280 Passagieren, also fast das zehnfache im Vergleich zu unserem Schiff. Anstrengend wurde dies, als diese Horde zeitgleich mit ihren roten ""Hapag-Lloyd-Expedition-Cruises"-Jacken losgelassen wurden. Diese netten Leutchen kannten nämlich das Wort "Rücksicht" am Eisfjord so gut wie gar nicht. Egal, ob man einfach nur auf einem Teil des Steges lief, am Rand kniete um zu fotographieren oder am Aussichtspunkt in aller Ruhe das Eis und den Ausblick genießen wollte. Der Hammer war schließlich jene Mutter, die mit einem Sprechorgan, welches sehr an das einer stimmbrüchigen Seemöwe erinnerte, ihren Filius zu informieren suchte, dass sich die Familie nun auf den Rückweg begeben würde: "Jooooonas, Joooooooooooooooonas, wir wollen looohoooos." Wunderbar, die andächtige Atmosphäre, in der nur das Krachen des Eises und der heulende Wind an mein Ohr drang, eindrucksvoll vernichtet.

#20

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Hier nun noch mal ein unverstellter Blick auf den Eisfjord. Man beachte, dass all dies Eis, tatsächlich schwimmt. Nach Aussage unseres Expeditionleaders hat der Fjord selbst eine Tiefe von 800 Metern, so dass selbst diese riesigen aufragenden Kolosse schwimmen. Diese laufen erst am Ausgang des Fjords auf Grund. Hier hat wohl in grauer Vorzeit ein Gletscher seine Endstation eingelegt und das sich vor diesem auftürmende Geröll sorgt für einen abrupten Höhen- bzw. Tiefenunterschied. Was dies nun genau bedeutet, zeige ich dann morgen, wenn die Bilder unserer Zodiactour durchs Eisfeld an der Reihe sind.
 
Weiterhin ein toller Bericht! Bitte unbedingt weiter schreiben - auch wenn wir dabei zugegebenermaßen etwas neidisch werden
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)

Am beeindruckendsten für uns die Bilder von den Walen und den Eisbergen.

Unser Forum : ausflugtipps.homesites.de
 
SandraundSven:

Weiterhin ein toller Bericht! Bitte unbedingt weiter schreiben - auch wenn wir dabei zugegebenermaßen etwas neidisch werden
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)

Am beeindruckendsten für uns die Bilder von den Walen und den Eisbergen.

Unser Forum : ausflugtipps.homesites.de
Geht gleich weiter.=) Joar, so rückwirkend betrachtet, kann ich das mit dem Neid schon auch ganz gut nachvollziehen...=D Ich glaube, so richtig verarbeitet, was ich dort alles erlebte, habe ich auch jetzt noch nicht...=)
 
Tag 4/II, Ilulissat, Zodiactour durchs Eisfeld.



#21

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Am Nachmittag, nach unserem vormittäglichem Stadtbummel, stand eine Tour mit den Zodiac-Schlauchbooten durch das nahe gelegene Eisfeld auf dem Programm. In diesem Falle empfanden wir alle es fast schon als Segen, dass der Himmel nur gelegentlich auflockerte, so dass immer wieder interessante Eis- und Wolkenformationen um unsere Aufmerksamkeit rangen. Viel mehr Worte möchte ich zu dieser Tour gar nicht verlieren, ich denke die Bilder sprechen für sich.

#22

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#23

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#24

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Doch noch ein paar Worte: Dies ist ein Suchbild...

#25

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#26

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Tag 4, Aufbruch in den hohen Norden



#27

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Nach den Aufregungen der wirklich wunderbaren Zodiactour, hatte sich das Wetter entschlossen, uns nicht etwa eine kleine Verschnaufs- bzw. Aufwärmpause zu geben. Kurz nachdem die Zodiacs an den Kränen hingen und der Anker gelichtet wurde, brach die Sonne dauerhaft durch die Wolkendecke und zauberte uns einen Regenbogen über die umher schwimmenden Eisberge. Und dies war wohl gemerkt, erst der vierte Tag unserer 18 Tage dauernden Reise... . Also war es nichts mit der Idee, die auf der Zodiactour gesammelten Eindrücke zu verarbeiten oder gar die einigermaßen abgekühlten Gliedmaßen aufzuwärmen, wenn sich die Natur zu solch einem imposanten Schauspiel hinreißen lässt, will man natürlich auch direkt in der ersten Reihe sitzen. Was wir nicht ahnten, dieser Regenbogen sollte beileibe nicht der einzige auf der Tour bleiben, so dass zumindest ich, irgendwann schon etwas abgestumpft wurde und diese gar nicht mehr als ausreichend fotogen empfand... Es ist eben immer alles eine Frage der Relation.
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Tag 5, Erster kompletter Tag auf See

#28

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Noch am Abend zuvor wurden wir über den Plan unserer Crew informiert, dass sich über Nacht die Windverhältnisse bereits verändern würden, so dass es möglich schien, den größten Turn in Angriff zu nehmen. Also fuhren wir über Nacht durch die Vaigat-Straße, eine sehr enge Wasserstraße zwischen Discoinsel und Festland, die durch die Winde voller treibender Eisberge auch nicht gerade ungefährlich zu befahren war. Am Morgen würden wir dann die offene See erreichen und stur gen Norden fahren, bis die 900 Seemeilen Distanz zum Thulegebiet hinter uns lägen. Zur Abwechslung waren wieder eine Reihe von Vorträgen geplant, die uns Land, Natur und Leute Grönlands näher brachten. Hinzu kam, dass sich das Wetter nun schlagartig von der besten Seite zeigte. Obiges Bild nahm ich noch vor dem Frühstück auf, jene Szenerie verschlug mir während meines morgendlichen Kaffees auf Deck schlicht den Atem. Später stieg die Temperatur derartig an, dass im Windschatten des Fahrtwindes ein T-Shirt als Oberbekleidung ausreichte.

#29

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Wie schon geschrieben, waren wir den kompletten Tag auf See, so dass es keine großartigen Erlebnisse zu beschreiben bzw. zu fotographieren gäbe, zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang.

#30

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Auch hier spielte das Wetter wieder fabelhaft mit, so dass wir uns nicht etwa mit einem rein rötlich scheinendem Himmel zufrieden geben mussten, nein, wir erhielten noch ein paar Zierwolken. Traumhaft. Interessanterweise stieg nach dem ersten vollen Tag auf See der abendliche Alkoholkonsum an der Bar sprunghaft an. Gleichzeitig lernten wir unseren Barkeeper auch besser kennen und konnten ihn sogar dazu bewegen, uns während der morgendlichen Frühstücksansage zu informieren, ob denn Bacon, Zimtschnecken und Kartoffeltörtchen den Weg zum morgendlichen Buffet gefunden haben, um so leichter entscheiden zu können, ob ein Aufstehen zu so früher Stunde denn lohnenswert erscheint oder nicht.

#31

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Sehr spannend an diesen Dämmerungs- bzw. Abendrotbildern fand ich, dass man sich in unseren Breiten als Landschaftsfotograph ja in den meisten Fällen enorm sputen muss, möchte man solch ein Licht angemessen auf dem Sensor bannen. Da wir uns mittlerweile aber schon recht weit nördlich befinden, war hier alle Zeit der Welt vorhanden, seine Bilder aufzunehmen und gegebenenfalls noch etwas nach zu justieren. Ein wirklich wundervoll entspanntes Fotographieren.
 
Es geht weiter.=)

Tag 6, kompletter Tag auf See.

#32

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Der morgendliche Kaffeeausblick. Wir sind jetzt schon ein gutes Stück weit in den Norden gekommen, die Eisberge werden seltener, man möchte aber fast behaupten auch schöner. Auch an jenem Tag standen wieder einige Vorträge auf dem Programm, darunter auch ein kurzer Grundkurs in der Segeltechnik, auch wenn wir noch nicht wieder in den Genuss kamen, die Segel zu setzen. Der Grund hierfür: Nch dem der Wind nun in eine uns eigentlich passende Richtung gedreht hatte, schwächte er sich derartig ab, dass das Setzen der Segel keinerlei meßbaren Erfolg gebracht hätte. Das sonnige Wetter hielt nun an und mitunter kamen wir auf Deck in den Wind geschützten Ecken fast schon ins Schwitzen, will heißen, es herrschten 15-17°C, in der Sonne sicher noch etwas mehr.

#33

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An jenem Abend sorgte ich für anhaltende Lacher an Bord, da mir nicht bewußt war, WIE weit wir mittlerweile nördlich gekommen waren. Ich war der felsenfesten Überzeugung, zu warten und wach zu bleiben, bis die Sonne uns erneut einen wunderbaren Sonnenuntergang bescheren würde wie tags zuvor. So vergingen die Stunden, ich wechselte immer wieder von der Bar an Deck und wartete voller Hoffnung. Schließlich gab ich morgens um zwei auf. Am nächsten Morgen wurde mir dann klar, dass ich auf meinen Sonnenuntergang noch ewig und drei Tage hätte warten können, viel näher, als auf obigen Bild zu sehen, kam die Sonne dem Horizont nicht mehr. Mitternachtssonne war das Stichwort. Meine nächtliche Aktion hatte nun gleich einen zweifachen Effekt: Zum einen hatte ich nun zum ersten Mal in meinem Leben die Mitternachtssonne gesehen und zum anderen hatte ich für die kommenden Tage die Lacher auf meiner Seite, was gleichzeitig dazu führte, dass, neben unserem kleinen anderthalbjährigen Sonnenschein, nun auch ich die Stimmung an Bord hob.
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#34

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In Anbetracht meiner Bildergebnisse haftete dem allgemeinen Gelächter jedoch nichts spöttisches an. Dieses Schauspiel zu dieser nachtschlafenden Zeit an Bord eines Segelschiffes zu erleben, welches durch eine fast schon unheimlich ruhige See glitt, gehört zu einem der vielen Eindrücke, die mir wohl ein Leben lang ein verträumtes Lächeln ins Gesicht zaubern werden.

Tag 7, Land in Sicht.

#35

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Da ich nach meinem schlafraubenden Erlebnis am darauffolgenden Morgen nicht aus den Federn kam, reifte der Entschluss liegen zu bleiben und manifestierte sich endgültig, nach dem mich unser Barkeeper informierte, dass es keinen Bacon zum Frühstück geben würde..., So schlurfte ich erst zum vormittäglichen Vortrag aus meiner Kabine. Jener Vortrag wurde just unterbrochen, als die Runde die Info erreichte, dass wir endlich wieder günstigen Wind haben und nun Segel setzen würden. Anbei der Beweis, wir segeln tatsächlich wieder... Wen es interessiert, die weiß-rote Flagge ist übrigens die Nationalflagge Grönlands.

#36

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An benanntem Tag hatten wir ein Geburtstagskind an Bord. Dessen Wiegenfest jährte sich zum 60. Male und er war einfach nur unübersehbar glücklich, dieses Jubiläum an Bord eines Schiffes auf einer derartig abenteuerlichen Reise verbringen zu dürfen. Um die Geburtstagsfreude komplett zu machen, durfte er als erstes unseren Expeditionleader in den Bug unseres stolzen Schiffchens begleiten und bis nach vorn, auf die Spitze des Klüverbaumes klettern. Anschließend wurde diese Kletterei auch für andere, wagemutige Passagiere freigegeben, so dass ich das großartige Vergnügen hatte, ebenfalls einen Blick und ein Bild zu riskieren. Das Gefühl, welches einen dort vorn übermannt, lässt sich im Prinzip nicht in Worte fassen. Kein Motorengeräusch, nur das Rauschen und Gurgeln des stampfenden Bugs, eine völlig unversperrte Sicht auf die endlose Weite des Meeres, der pfeifende Wind, der einem die Nase kühlt und die Augen tränen lässt...
 
An die Titanic dachte cih nicht, wäre sicher auch nicht hilfreich... mit den ganzen Eisbergen drum herum...
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In diesem Augenblick dachten alle, die sich nach vorne trauten, wie ich einfach an gar nichts mehr. Man ist einfach völlig losgelöst von allem und nur im Moment gefangen. Wunderbares Gefühl.
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Tag 7, Land in Sicht, Teil 2

#37

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An jenem Tag näherten wir uns nun endlich dem eigentlichen Zielgebiet der Reise, die Thule-Gegend. Da wir erst relativ spät am Tage ganz oben im Norden eintrudelten, stand erst nach dem Abendessen wieder ein Landgang an. Nach den drei Tagen auf See, wurde das auch höchste Zeit, so langsam hatte man genug Vorträge gehört und die Stimmung war beim morgendlichen Frühstück nicht mehr bei allen Passagieren so ausgelassen, wie bei unserer lustigen Geburtstagsrunde.

#38

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Ziel unseres kleinen Landganges war Meteor Island nahe der kleinen Siedlung Savissivik in der Melville Bucht. Das kleine Eiland kam durch einen Meteoriten zu seinem Namen (das war ja jetzt auch keine sonderlich schwierige Aufgabe...
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), welcher den dort siedelnden Menschen lange Zeit als Eisenquelle diente. Werkzeuge und Waffen wurden aus dem Material des Meteoriten gefertigt. Dies ging bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, bis der Polarforscher Peary von der Sache Wind bekam, eine Expedition ausrüstete und leitete, in deren Folge der Meteorit kurzer Hand geklaut wurde. Ein kleines Stück des Meteoriten ist noch im kleinen, aber sehr empfehlenswerten, Museum in Qaanaaq (New Thule), zu finden.

#39

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Nach dem wir abermals unsere Reisegruppe in zwei kleinere Grüppchen aufgeteilt hatten, starteten wir zu einer kleinen Wanderung. Dabei stießen wir auch auf die ersten Eisbärspuren, die zwar nicht frisch, aber auch nicht sonderlich alt waren. In diesen sehr nördlichen Regionen waren unsere beiden Guides auch nur noch bewaffnet unterwegs und wir Reisenden durften die Gruppe nicht mehr verlassen. Zurück zur Insel, diese erinnerte mich an eine sehr karge Mondlandschaft, wobei die herrschende Stille nicht zu beschrieben ist. Dazu der Ausblick auf das nahe gelegene Eisfeld und hin und wieder das Krachen eines auseinanderbrechenden Eisberges. Hinzu kam nun auch noch der sehr frische arktische Wind... Genau deshalb wollte ich so gern nach Grönland!

#40

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Im Anschluss an unsere kleine Wanderung gab es noch eine Zodiactour durch das nahe gelegene Eisfeld. Dieses empfand ich als wesentlich eindrücklicher als jenes in Ilulissat. Teilweise wirkte es, wie diese Sandskulpturenausstellungen. Mir drängte sich dann der Gedanke auf, dass diese Formationen und Gebilde kaum ein Menschen sehen würde und sie sind dennoch da. Gleichgültig, ob sich Menschen darum kümmern oder nicht, die Natur erschafft ihre eigene Kunst. Definitiv einer der erhabensten Augenblicke dieser Reise.

#41

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Lieber Konrad, ich bin total begeistert von deinen tollen Fotos und deinem Bericht. Wunderschön und anregend. Das muss eine herrliche Reise gewesen sein und ich glaube ich hätte 20000 Fotos gemacht. Das dir die Reise gefallen hat, merkt man an der Art und Weise wie du teilhaben lässt. So toll, ich danke dir von ganzem Herzen. Es ist einfach nur wunderschön. Liebe Grüße Heike aus Dresden
 
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